Gustav-Korkhaus-Sammlung für die Geschichte der Zahnheilkunde


Symbolischer Schlüssel zur Sammlung Korkhaus von 1960


Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Universitätsklinikum Bonn
Welschnonnenstr. 17
53111 Bonn

Ansprechpartner:
Priv.-Doz. Dr. Ernst-Heinrich Helfgen und Frau Petra Bastian
Tel.: +49.(0).228 - 287 22471
Fax: +49.(0).228 - 287 22385
E-Mail: gustav-korkhaus-sammlung(at)ukb.uni-bonn.de



Geschichte der Sammlung
Der größte Teil der Sammlung wurde von Gustav Korkhaus, der von 1948 bis 1966 Direktor der Universitäts-Zahnklinik war, zusammengetragen. Nach der Einweihung des neuen Klinikums an der Welschnonnenstraße am 18.11.1960 waren die meisten Stücke bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in einem eigenen Raum ausgestellt.
Wegen einer umfangreichen Expansion einzelner Abteilungen des Hauses konnten die Exponate bis Anfang der 90er Jahre nur in Vitrinen im Durchgangsbereich des Hörsaalgebäudes betrachtet werden. Durch weit reichende Umbaumaßnahmen der gesamten Klinik mussten die Stücke danach für etwa 15 Jahre in einem Nebengebäude eingelagert werden.
Heute präsentiert sich die um einige Stücke erweiterte Sammlung in neuem Gewand wieder in einem eigenen Raum unter dem großen Hörsaal der Zahnklinik.


Sammlungsschwerpunkte
Neben einigen zahnärztlichen Behandlungseinheiten, die die Entwicklung der optimalen Patientenlagerung für die jeweilige Behandlung widerspiegeln, ist eine Fülle von zahnärztlichen Instrumenten der vergangenen 150 Jahre ausgestellt.



Alter Zahnärztlicher Behandlungsstuhl um 1900
Adjutor Siemens aus dem Jahr 1951
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Das Repertoire reicht von Spritzensystemen für die Lokalanästhesie über Extraktionszangen für die Zahnentfernung bis zu chirurgischen Hebeln zur Wurzelhebung. Eine Besonderheit stellen die früher häufiger eingesetzten „Pelikane“ dar. Eine größere Anzahl verschiedener Artikulatoren, die seit etwa 100 Jahren für die korrekte Einstellung der Kiefermodelle zur Anfertigung von Zahnersatz verwendet werden, kann ebenfalls besichtigt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung soll anhand einer Vielzahl exotischer Tierschädel sowie einiger humaner Exponate die unterschiedliche Größe des Kausystems und der Zähne im Vergleich zum Gesamtschädel darstellen.

Führungen
Da die Ausstellung aus personellen Gründen nicht ständig für die Öffentlichkeit zugänglich sein kann, werden ausschließlich nach Vereinbarung Führungen für Gruppen von 8 bis 12 Personen angeboten. Dauer: ca. 30 Min.