Brustimplantate - Der PIP-Skandal


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PIP-Implantate: Rat und Hilfe

In der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie am Bonner Universitätsklinikum wurden keine Brustimplantate des Herstellers PIP (Poly Implant Prothese) verwendet.

Frauen, die in ihrem Implantat-Pass keinen Hinweis auf den Hersteller ihrer Brustimplantate finden oder vielleicht keinen Implantat-Pass vorliegen haben, sollten beim behandelnden Arzt oder der Klinik, die den Eingriff durchgeführt hat, entsprechend nach dem Hersteller erkundigen. Patientenakten müssen dort grundsätzlich zehn Jahre lang aufbewahrt werden. Wenn Sie tatsächlich ein PIP-Implantat tragen, suchen Sie am besten umgehend den Plastischen Chirurgen Ihres Vertrauens auf, um mögliche Implantatschäden abklären zu lassen. In jedem Fall aber, wenn Sie Schmerzen in der Brust haben, Verhärtungen oder Verformungen feststellen. Mittels moderner Bild gebender Verfahren wie beispielsweise Ultraschall, Mammografie und Kernspintomografie können mögliche Implantatdefekte wie etwa einen Riss im Brustimplantat (Ruptur) zuverlässig abgeklärt werden. Bei diagnostizierten Implantatschäden sollten die Brustimplantate entfernt oder ersetzt werden. Die Kasse zahlt das, wenn der Eingriff vormals aus medizinischer Sicht durchgeführt wurde. Lagen ästhetische Gründe dafür vor, etwa eine Brustvergrößerung, muss die Übernahme der Kosten bei der Krankenkasse individuell beantragt werden. Liegen aktuell Beschwerden in der Brust vor, stimmt die Kasse dem Antrag in der Regel aber zu und trägt die Kosten.