Gerok-Stipendium (Instrument 6)



Ziel dieses Instrumentes ist die Stärkung der klinischen Forschung in der Facharztausbildung. Das Gerok-Stipendium richtet sich an junge Mediziner aus klinischen Institutionen und eröffnet ihnen die Möglichkeit, bereits während ihrer Facharztausbildung ihre klinische Tätigkeit vollständig zu unterbrechen um ausschließlich ihrer wissenschaftlichen Arbeit nachgehen zu können. Die Vergütung erfolgt nach dem Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken (TV-Ä, Fortsetzung der Stufenentwicklung während des Förderzeitraums). Voraussetzung für eine Fortsetzungsbewilligung ist eine positive Zwischenevaluation.


Flexibilisierte Laufzeit und Überlappung mit Förderinstrument 1
  • Förderjahr 1: Freistellung für die Forschungstätigkeit zu 100%.
  • Förderperiode 2: Stellenstückelung jeweils zu 50% verteilt auf 2 Jahre oder erneute 100%-ige Freistellung begrenzt auf ein zweites Förderjahr.
  • Öffnung für das Instrument 1: Ab dem zweiten Gerok-Förderjahr kann - bei Erfüllung der entsprechenden Antragsvoraussetzungen - zusätzlich eine Nachwuchsgruppe (Förderinstrument 1) beantragt werden.


Vergabekriterien
  • überdurchschnittliche Promotionsarbeit oder bereits eingereichte Promotionsarbeit (in diesem Fall Überprüfung durch ein BONFOR-Kommissionsmitglied auf mögliche Bedenken hinsichtlich erfolgreichem Abschluss des Promotionsverfahrens).
  • Nachweis erster eigener Publikationen (mindestens eine Erstautorenschaft)
  • Höchstalter 34 Jahre, bei Wissenschaftlerinnen ist in begründeten Fällen eine Überschreitung der Altersgrenze möglich (Frauenförderung)
  • Verpflichtungserklärungen:
      • Betreuungszusage durch einen Hochschullehrer der Medizinischen Fakultät Bonn
      • Arbeitsplatzzusage durch den Klinik- oder Institutsdirektor
      • Stellen- und Arbeitsplatzzusage durch den Klinik- oder Institutsdirektor (aktuelles Beschäftigungsverhältnis vor Förderbeginn) über eine mindestens zweijährige Weiterbeschäftigung nach Förderende
      • Erklärung zu klinischen Verpflichtungen:
        Klinikdirektor und Antragsteller müssen sich dazu verpflichten, dass der Stipendiat während des Förderzeitraums vollständig aus dem klinischen Betrieb ausscheidet und während dieser Zeit unter der Woche nicht an Nacht- oder Bereitschaftsdiensten in der Routineversorgung teilnimmt.
        Die Möglichkeit der Teilnahme an Diensten ist begrenzt auf monatlich maximal 2 Wochenend-Dienste und darf keinen Anspruch auf Freizeitausgleich nach sich ziehen.
        Die Vergütung dieser Dienste und anderer unsteter Bezüge darf nicht zulasten des BONFOR-Kontos erfolgen. Zur Gewährleistung der Finanzierung derartiger Personalzusatzkosten außerhalb der Gerok-Stipendienmittel sowie zur Prüfung der Verfügbarkeit von Budgetmitteln sind die geplanten Dienste unter Angabe deren Finanzierungsquelle vorab zusammen mit dem Einstellungsantrag anzumelden
        (vgl. UKB-Intranet, GB2: Drittmittel-Rundschreiben 3/2011).

Die Auflistung projektrelevanter eigener Publikationen im Fördermittelantrag soll sich im Regelfall auf Originalarbeiten beschränken. Abstracts sollten nur eingeschlossen werden, wenn sie besonders aktuelle, anderweitig noch nicht veröffentlichte Forschungsergebnisse zur Thematik enthalten.

Um den interdisziplinären Austausch zwischen klinischen und medizinisch-theoretischen Abteilungen zu fördern, ist es wünschenswert, dass das Projekt an einem theoretischen Institut der Medizinischen Fakultät durchgeführt wird. BONFOR ermutigt Gerok-Stipendiaten, sich einer Arbeitsgruppe im Bereich der interdisziplinären oder interfakultären Forschung (LIMES, LIFE & BRAIN oder Bonner Forum Biomedizin) anzuschließen.

FörderumfangPersonalmittel zur Finanzierung der eigenen Stelle, vergütet nach TV-Ä
Sachmittel max. 8.000 € (inkl. Tierkosten)
Förderdauer12 Monate (erstes Förderjahr)
Fortsetzungsantragzweite Förderperiode mit flexibler Laufzeit
(Einreichung eines Fortsetzungsantrags inkl. Zwischenbericht)
Antragsstellung==>
Antragsfristen==>
Antragsaufbau==>