Hilfe bei akuten Harnproblemen
Neue Methode lindert Beschwerden bei gutartiger Prostatavergrößerung




Im Rahmen einer Studie bietet die Radiologische Klinik des Universitätsklinikum Bonn eine neue, komplikationsarme Methode zur Behandlung einer gutartigen Prostatavergrößerung an. Dabei werden die Prostata versorgenden Blutgefäße mittels der so genannten Embolisation abgedichtet.


Diesen ambulanten Eingriff setzen Radiologen bereits seit längerem erfolgreich bei Unfruchtbarkeit von jüngeren Männern ein. Dabei verschließen sie die ursächlichen Krampfadern am Hoden über einen Katheter unter anderem mit Mikrospiralen. Vor kurzen zeigten israelische Radiologen, dass auf diese Art auch eine vergrößerte Prostata behandelt werden kann. „So können wir eventuell die teure medikamentöse Behandlung oder gar einen operativen Eingriff vermeiden“, sagt Prof. Dr. Holger Strunk, Oberarzt an der Radiologischen Klinik des Universitätsklinikum Bonn.

Die neue Behandlung kommt prinzipiell für alle Patienten in Betracht, bei denen eine gutartig vergrößerte Prostata durch Druck auf die Harnröhre zu Beschwerden führt. Typische Probleme, die aber nicht immer alle und gleichzeitig vorhanden sein müssen, sind ein abgeschwächter Harnstrahl, „Startschwierigkeiten“ beim Wasserlassen, ein unterbrochenes Wasserlassen, häufiges Urinieren oder ein plötzlicher, starker Harndrang. Nicht geeignet ist der Eingriff bei einer chronischen Entzündung der Prostata oder einem chronischen Harnwegsinfekt.

Nähere Auskünfte gibt es unter der Telefonnummer 0228/287-15395 oder unter der E-Mail-Adresse kontakt-radiologie@ukb.uni-bonn.de.

Kontakt für die Medien:
Prof. Dr. Holger Strunk
Oberarzt an der Radiologischen Klinik
Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-15762
E-Mail: holger.strunk@ukb.uni-bonn.de