Schuppenflechte – ein Leiden mit vielen Gesichtern
Der 3. Rheinische Psoriasistag informiert Betroffene und Interessierte




In Deutschland leiden knapp zwei Millionen Menschen an Schuppenflechte, die ihre Lebensqualität deutlich einschränkt. Jeder Zweite hat eine Begleiterkrankung, oft ohne es zu wissen. Am Samstag, 22. September, wendet sich der 3. Rheinische Psoriasistag an Betroffene, behandelnde Ärzte und Interessierte. Zu dem Patientensymposium laden die Hautkliniken der Universitätsklinika Bonn, Düsseldorf und Köln ein. Ziel ist es, über den aktuellen Wissensstand sowie therapeutische Möglichkeiten und Rehabilitation zu informieren. Weitere Themen sind der Effekt von Sport und der Einfluss der Ernährung auf Psoriasis. Zudem stellen sich die Psoriasisnetzwerke Bonn Rhein-Sieg und Köln vor. Die kostenlose Veranstaltung findet ab 9 Uhr im LVR LandesMuseum Bonn, Colmantstr. 14-16, statt. Das Grußwort hält Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit in NRW.


Schuppenflechte, auch Psoriasis genannt, ist eine chronisch-entzündliche, bisher nicht heilbare Erkrankung der Haut. Dabei wird das körpereigene Abwehrsystem der Haut auf krankhafte Weise aktiviert. Typisch sind scharf begrenzte, rote, mit silberweißen Schuppen bedeckte Flecken. Viele Patienten klagen über Juckreiz. Jeder Vierte leidet zusätzlich unter einer so genannten Psoriasis-Arthritis, einer schmerzhaften Schwellung und Bewegungshemmung unter anderem der Fingergelenke.

Der Hautarzt wird zum Lotsen

Es gibt aber nicht nur Hinweise auf eine Mitleidenschaft der Gelenke, sondern auch auf ein vermehrtes Auftreten von Volkskrankheiten wie Zuckerkrankheit, Arterienverkalkung oder Bluthochdruck bei Psoriatikern. Zudem ist aufgrund dauerhaft vermehrter Entzündungshormone im Blut das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko erhöht. So muss der Hautarzt frühzeitig das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung einschätzen und auch andere psoriasis-typische Bergleiterkrankungen erkennen. Bei einer individuellen Therapie ist dann eine enge Absprache mit anderen Fachärzten notwendig.

Stigmatisierung ist eine schwerwiegende Krankheitsfolge

Schlechte Lebensqualität, Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, berufliche Benachteiligung und Depressionen sind häufig Folgen des vielfältigen Krankheitsgeschehens. Somit sind nicht nur neue Medikamente entscheidend für eine gute Behandlung, sondern auch eine regelmäßige Schulung der Betroffenen. Um dieser komplexen Aufgabe gerecht zu werden, schließen sich Ärzte mit einem Schwerpunkt „Psoriasis“ in interdisziplinären Netzwerken zusammen.

Das vollständige Programm gibt es unter:
http://www.ukb.uni-bonn.de/quick2web/internet/internet.nsf/4a76be410dd8ad72c1256a650057cd8c/8f28088b9973f4e1c1257012004fb737/$FILE/3.%20rheinischer_psoriasistag%20Programm.pdf

Kontakt für die Medien:

Dr. Dagmar Wilsmann-Theis
Oberärztin der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie
Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-15370
E-Mail: dagmar.wilsmann-theis@ukb.uni-bonn.de

Prof. Dr. Dr. Ingo Haase
Oberarzt der Hautklinik,
Universitätsklinikum Köln
Telefon: 0221/478-86360
E-Mail: psoriasis@uk-koeln.de

Prof. Dr. med. Bernhard Homey
Direktor der Hautklinik
Universitätsklinikum Düsseldorf
Telefon: 0211/81-17632
E-Mail: bernhard.homey@med.uni-duesseldorf.de