Geschichte des Institus



1952-1955
Gründung der Arbeitsgruppe Gerinnungsphysiologie durch Dr. Hans Egli am Physiologischen Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn in der Bonner Innenstadt.
Aufbau eines Gerinnungslabors und Kooperation mit den chirurgischen und internistischen Kliniken der Medizinischen Einrichtungen der Universität.

1956
Erste Behandlung eines Hämophiliepatienten in Deutschland mit Cohn´scher Fraktion I durch Dr. Egli.

ca. 1959
Einrichtung einer Blutspende im Physiologischen Institut.

1962
Übernahme der organisatorischen Verantwortung für den Blutspendedienst der Chirurgischen Klinik durch Dr. Egli.

1967
Neues Institutsgebäude auf dem Bonner Venusberg und Gründung der Abteilung für Gerinnungsphysiologie und Bluttransfusionswesen, Ernennung Dr. Eglis zum Wissenschaftlichen Rat und
Abteilungsvorsteher im Physiologischen Institut der Universität.

1970
Selbständigkeit des Instituts mit Berufung Prof. Eglis auf den Lehrstuhl für Experimentelle Hämatologie und Bluttransfusionswesen.

1971
Einführung der Heimselbstbehandlung von Hämophiliepatienten in Deutschland durch Prof. Egli, Ausbau der Bluterbehandlung durch Dr. Hans-Herrmann Brackmann.

1970er Jahre
Isolierung und Strukturaufklärung von Antigenen der ABO-, Lewis-, I/i- und P-Blutgruppensysteme durch Prof. Dr. med. Peter Hanfland.

1975
Entwicklung des Bonner Behandlungsprotokolls zur Immuntoleranztherapie zur Behandlung von Hemmkörpern bei Hämophiliepatienten durch Dr. Brackmann.
Erweiterungsbau des Instituts.

1987
Emeritierung Prof. Egli, kommissarische Leitung des Instituts.

1989
Übernahme der Institutsleitung durch Prof. Dr. med. Peter Hanfland.

ab 1990
Umbenennung des Instituts in "Institut für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin" (IHT).
Modernisierung des Instituts mit Erneuerung des Herstellungsbereiches für Blutkomponenten und von Forschungslabors sowie der Einführung von Gewinnung, Herstellung und Lagerung von Stammzellen.

1999/2000
Bau von Tiefkühllagern für Quarantäneplasma.
Planung der Sanierung des gesamten Instituts.

2004
Bezug des aufgestockten Teils auf dem alten Institutskörper.

ab 2005
Emeritierung Prof. Hanflands und Übernahme der Institutsleitung durch Prof. Dr. med. Johannes Oldenburg.
Prof. Oldenburg übernimmt nach Pensionierung von Herrn Dr. Brackmanns ebenfalls die Leitung des Hämophiliezentrums.
Wissenschaftlicher Schwerpunkt: Molekulargenetik erblich bedingter Erkrankungen der Blutgerinnung, Vitamin-K-Zyklus (Entdecker der Vitamin-K-Epoxidreduktrase, des molekularen Targets der
Cumarine), Diagnostik, Klinik und Therapie der Hämophilie.

Ab 2008
abschnittsweise Grundsanierung des Instituts mit Einrichtung eines GMP-Reinraumkomplexes.