Geschichte des Hämophiliezentrums



Bereits Anfang der sechziger Jahre begann die Behandlung einer größeren Zahl von Hämophiliepatienten mittels der aus Spenderblut hergestellten sogenannten Cohnschen-Fraktion I durch den späteren Institutsgründer Prof. Dr. med. Hans Egli. Mit dem Bau des Institutes für Bluttransfusionswesen wurde im Jahre 1967 auf dem Venusberg der Grundstein für das heutige Hämophiliezentrum gelegt.

Die Leitung der Hämophilie-Ambulanz wird 1971 von Prof. Egli an den jungen Assistenzarzt Dr. med. Hans-Hermann Brackmann übertragen, der im Keller des heutigen Institutes mit der Behandlung seiner ersten Patienten beginnt.



Ab 1971 wird von Prof. Egli und Dr. Brackmann die Heimselbstbehandlung in Bonn eingeführt. Bereits im ersten Jahr nach Einführung der Heimselbstbehandlung waren es über 130 und in den folgenden Jahren fast 1.000 Patienten, die aus allen Teilen Deutschlands und teilweise auch aus dem benachbarten Ausland angereist sind, um von dieser neuen Therapieform zu profitieren

Gemeinsam mit dem Orthopäden Dr. Hoffmann entwickelte Dr. Brackmann ein Behandlungskonzept, welches die Gerinnungsstörung und die orthopädischen Probleme gleichermaßen berücksichtigt.

Ab 1974 etablierte Dr. Brackmann in Bonn die Immuntoleranztherapie zur Eradikation von Hemmkörpern, einer schwerwiegenden, damals lebensbedrohlichen Komplikation der Faktorenkonzentratgabe.

Über 30 Jahre sind Herr Dr. Brackmann und seine Frau mit ihrem Team 24 Stunden am Tag für ihre Patienten erreichbar.

Im Sommer 2005 ging Herr Dr. Brackmann zusammen mit seiner Ehefrau Christine in den Ruhestand.

Prof. Dr. med. Johannes Oldenburg, der von 1989 - 1995 von Herrn Dr. Brackmann in der Hämophilie-Behandlung ausgebildet wurde, hat dessen Nachfolge im Hämophilie-Zentrum angetreten, sowie auch die Institutsleitung als Nachfolger von Prof. Dr. med. Peter Hanfland übernommen.