1.500 Neugeborenen-Mediziner aus ganz Deutschland treffen sich in Bonn


Die Universitätskinderkliniken Bonn und Köln richten die 40. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin aus. Der Kongress findet vom 26. bis 28. Juni im World Conference Center Bonn statt. Erwartet werden neben rund 1.500 Teilnehmern zahlreiche Vorträge zu neuen Erkenntnissen der Neugeborenen-Medizin.

Am ersten Tag werden über 40 Workshops durchgeführt. „Hier haben wir viel Wert darauf gelegt, dass die teilnehmenden Ärzte und Pflegenden selbst Hand anlegen können“, sagt Professor Peter Bartmann vom Universitätsklinikum Bonn. So werden Kurse zur Ultraschalluntersuchung des Herzens in der Intensivmedizin, der Behandlung von niereninsuffizienten Patienten, zur Gesprächsführung mit Eltern in Ausnahmesituationen sowie zu zahlreichen Themen der Pflege angeboten.

Am zweiten und dritten Tag werden im wissenschaftlichen Programm die wirtschaftlichen Probleme der Neonatologie und pädiatrischen Intensivmedizin thematisiert. Es werden die Auswirkungen der Abschaffung der Kinderkrankenpflege-Ausbildung sowie die Finanzierung der pflegerischen Eins-zu-eins-Betreuung von Patienten auf neonatologischen Intensivstationen diskutiert.

Weiterhin werden neue Studienergebnisse vorgestellt, unter anderem zu neuen Surfactant-Präparaten und modifizierten Verfahren der Surfactant-Anwendung. Mangel an Surfactant ist die wesentliche Ursache für eine Störung der Atmung beim extrem früh geborenen Kind. Ein vollkommen neuer Behandlungsansatz ist die Stammzell-Therapie zur Behandlung der schweren Lungenerkrankung des Frühgeborenen.

Erwartet werden auch neue Erkenntnisse zu den Auswirkungen der fetalen Programmierung. Wie werden bereits im Mutterleib die Grundlagen für später auftretende Erkrankungen gelegt? Weiterhin werden neue Daten zur evidenzbasierten Therapie vorgestellt. Diese jüngere Entwicklungsrichtung in der Medizin erhebt die Forderung, dass bei einer medizinischen Behandlung patientenorientierte Entscheidungen nur auf der Grundlage von empirisch nachgewiesener Wirksamkeit getroffen werden sollen.

Die Veranstaltung ist auch für Pressevertreter geöffnet. Eine Presseakkreditierung ist sowohl vor als auch während der Tagung möglich. Weitere Informationen gibt es hier:
http://gnpi2014.de/allgemeine-informationen/presse/

Kontakt für die Medien:
Prof. Dr. Dr. Peter Bartmann
Universitätsklinikum Bonn
Adenauerallee 119
53113 Bonn
Telefon: 0228/287-33408, Fax 0228/287-33400
E-Mail: peter.bartmann@ukb.uni-bonn.de