Spende der Fördergesellschaft der KinderSchutzGruppe
Mit scharfem Blick gegen sexuellen Missbrauch





Die KinderSchutzGruppe am Universitätsklinikum Bonn verfügt jetzt über ein spezielles Videokolposkop. Mit diesem Gerät können Kinder, bei denen der Verdacht auf einen sexuellen Missbrauch vorliegt, sicher, kindgerecht und schonend untersucht werden. Die Fördergesellschaft der KinderSchutzGruppe Bonn machte die Anschaffung mit einer Zuwendung von 12.500 Euro möglich.

In Deutschland kommt es immer wieder zu Todesfällen von Kindern durch körperliche Misshandlung, zu sexuellem Missbrauch oder Vernachlässigung im Elternhaus. Der erste Verdacht ergibt sich dabei häufig beim Arzt oder in einem Krankenhaus. Die KinderSchutzGruppe am Universitätsklinikum Bonn ist bei einem solchen Verdacht für Ärzte, Kliniken und Mitarbeiter aus der Jugendhilfe rund um die Uhr ansprechbar.

Jetzt übergab die Fördergesellschaft der KinderSchutzGruppe Bonn, vertreten durch ihren Präsidenten Kurt Pillmann und ihren Schatzmeister Dirk Vianden, ein Kinder-Videokolposkop an die KinderSchutzGruppe. Ein Kolposkop ist ein Mikroskop, mit dem der Arzt die Scheide mit einer sieben 1/2- bis 30-fachen Vergrößerung in Augenschein nehmen kann. So kann er kleinste Gewebedefekte und Mikroblutungen an den Schleimhäuten - Indizien für einen sexuellen Missbrauch - viel besser als mit dem bloßem Auge erkennen. Zu dem speziellen Videokolposkop gehören eine hochauflösende Kamera, ein Laptop und eine Bild- und Datenbank. "Nun sind wir auf dem Gebiet der Diagnostik eines sexuellen Missbrauchs perfekt ausgestattet", bedanken sich Professor Dr. Michael Lentze, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Bonn, und der Sprecher der KinderSchutzGruppe Dr. Ingo Franke für diese großzügige Schenkung.

Kontakt für die Medien:
Oberarzt Dr. Ingo Franke
KinderSchutzGruppe
Zentrum für Kinderheilkunde am Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-33333
E-Mail: ingo.franke@uni-bonn.de