Kollegiale Beratung: Beratung für Berater



Die Beratung von Patienten und Angehörigen gehört zu den Kernaufgaben vieler Gesundheitsfachberufe. Damit dies gut gelingt braucht es auch für die Berater selbst ein Instrument der regelmäßigen Reflexion und das Austausches. Das Konzept der Kollegialen Beratung bietet hierzu ein pragmatisches Konzept, indem es nach einem vorgegebene Gesprächsleitfaden zu einem Austausch einlädt. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft wurde das Konzept am Universitätsklinikum Bonn pilotiert und steht interessierten Pflegenden zur Verfügung.

Projektbeschreibung: Kollegiale Beratung nach Tietze
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ProjektKollegiale Beratung nach Tietze
KurztitelÜmP
Klinik/Einrichtunggesamter Pflegedienst des Universitätsklinikum Bonn
Zeitraum2010/2011 (Pilotierung)
Projekt-LeitungAndreas Kocks, Petra Seinsch
Projekt-TeamKarin Ballat
Kontaktandreas.kocks@ukbonn.de
petra.seinsch@ukbonn.de
PartnerBildungszentrum, Deutsche Gesellschaft Pflegewissenschaft (DGP) Sektion BIS – Beratung, Schulung und Information
Förderer
Fördersumme
Zusammenfassung/kurze Projektdarstellung
(Hintergrund, Fragestellung, Methoden, bisherige Ergebnisse, Diskussion)
Mit dem Ziel der Qualitätsentwicklung wurde das Hebammenteam in der kollegialen Beratung nach Tietze geschult und über mehrere Sitzungen begleitet.

Hintergrund: Implementierung des Betreuungskonzeptes Hebammenkreißsaals und die damit verbundenen Verpflichtung die Qualität der Arbeit kontinuierlich zu sichern und weiter zu entwickeln.
Zielsetzung: Die Förderung der Reflexion beruflicher Kernfragen, die sich aus der veränderten Rolle und den gestiegenen Anforderungen der Hebamme im Hebammenkreißsaal ergeben. Entwicklung und Stärkung der eigenen strukturierten Problemlösungskompetenz und der Reflexionsfähigkeit. Verbesserung des Wissensmanagements innerhalb der Gruppe.
Ausblick: Eine Fortführung macht Sinn, wenn die Hebammen die Selbststeuerung erlernen und in der akuten /aktuellen Situation selbständig einen Beratung vor Ort einberufen und auch moderieren. Das Angebot der Kollegialen Beratung kann als Qualifikationsmaßnahme über das Bildungszentrum angefragt werden.
Alle Sitzungen wurden dokumentiert. Aus den Protokollen lassen sich deutlich Themen ableiten, die m.E. supervisorisch bearbeitet werden sollten. In einem weiteren Schritt wird in Zusammenarbeit mit der deutschen Gesellschaft Pflegewissenschaft eine Handreichung zur Implementierung der kollegialen Beratung (Sektion BIS) entwickelt werden.meldungen angepasst.
Publikationen
(Liste der aus dem Projekt hervorgegangenen Publikationen)
Artikel
  • Segmüller, T., & Kocks, A. (2013). Wie kann Beratung in der Pflege gelingen? JuKiP - Ihr Fachmagazin für Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, 02(01), 25-29. doi: 10.1055/s-0033-1333855
  • Kocks, A., & Abt-Zegelin, A. (2013). Ich muss selber leben was ich weitergeben soll. Die Schwester - Der Pfleger, 52 (1), 92-95.
  • Kocks, A., Segmüller, T., & Abt-Zegelin, A. (2012). Kollegiale Beratung in der Pflege: Ein praktischer Leitfaden zur Einführung und Implementierung. Leitfaden-BIS1.pdf


Vorträge
  • Kocks, A. (2014): "TeamCare: Beratung und Stärkung für Berater untereinander", Gesundheitsakademie Bodensee-Oberschwaben (27.11.2014)

Veranstaltungen
  • Kocks, A. (2013): Kollegiale Beratung im Hebammenteam des Hebammenkreißsaals am Universitätsklinikum, Tagung der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft Sektion BIS "Kollegiale Beratung in der Pflege" Universitätsklinikum Bonn (27.09.2013)
  • Kocks, A. (2012): Kollegiale Beratung im Hebammenteam des Hebammenkreißsaals am Universitätsklinikum, Tagung der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft Sektion BIS "Kollegiale Beratung in der Pflege" Universität Witten/Herdecke (30.