CIO Köln/Bonn ist erneut „onkologisches Spitzenzentrum“
Deutsche Krebshilfe stellt drei Millionen Euro bereit




Die Deutsche Krebshilfe hat heute (6. Juli 2011) in Berlin die Ergebnisse der Begutachtung von onkologischen Spitzenzentren vorgestellt. Die gemeinnützige Organisation unterstützt mit ihrem Förderschwerpunkt-Programm die Zentrums- und Netzwerkbildung für eine Krebsmedizin auf höchstem Niveau. Weiterhin zu den Spitzenzentren gehören die Unikliniken Köln und Bonn.


Das Zentrum für Integrierte Onkologie Köln/Bonn (CIO) erhielt eine Förderzusage für weitere drei Jahre. Es ist neben Tübingen und Dresden eines von nur drei deutschen Spitzenzentren, die von Anfang an in dem Exzellenzprogramm gefördert wurden. Die Teams an beiden Standorten konnten die internationalen Gutachter und Experten der Deutschen Krebshilfe davon überzeugen, dass die interdisziplinäre Patientenversorgung auf höchstem Niveau in Köln und Bonn in den letzten drei Jahren gelungen ist. Insgesamt fördert die Deutsche Krebshilfe bundesweit elf Onkologische Spitzenzentren.

„Die erfolgreiche Wiederbegutachtung ist Ergebnis der exzellenten Teamarbeit der onkologisch tätigen Ärzte in Köln und Bonn“, sagt Professor Dr. Michael Hallek, Direktor des CIO Köln/Bonn. „Ich danke diesem Team und hoffe sehr, dass wir jetzt von der Landesregierung die zugesagten Mittel für den extrem wichtigen Bau des CIO-Ambulatoriums und des Laborgebäudes erhalten werden.“

Mit den Fördermitteln seitens der Deutschen Krebshilfe in Höhe von etwa einer Million Euro jährlich wollen die Unikliniken Köln und Bonn die zentralen Strukturen des gemeinsamen Exzellenzzentrums weiter ausbauen. Ziel ist es, mit patientennahen Forschungsansätzen die Überlebenschancen von Krebskranken zu verbessern und eine besser abgestimmte Behandlung von Krebspatienten zu fördern. „Die Mittel kommen somit aufgrund einer optimierten Behandlungsqualität direkt den Patienten in Köln und Bonn zugute“, sagt Professor Dr. Michael Lentze, Ärztlicher Direktor des Bonner Universitätsklinikums.

Um die Krebsmedizin bundesweit zu verbessern und auf ein Spitzen-Niveau zu bringen, fördert die Deutsche Krebshilfe bereits seit 2007 im Rahmen eines Schwerpunkt-Programms so genannte „Onkologische Spitzenzentren“. In diesen Zentren werden alle Tumorpatienten interdisziplinär versorgt und psychosozial begleitet, unter Einbeziehung des ambulanten Bereiches. Auch die Krebsforschung ist ein wesentliches Aufgabenfeld der Onkologischen Spitzenzentren. Die Spitzenzentren tragen außerdem dazu bei, dass Krebs-Patienten überall in Deutschland nach einheitlichen hohen Qualitätsstandards behandelt werden.

„Die moderne Behandlung von Krebs erfordert das Zusammenwirken verschiedenster Spezialisten. Wir sind deshalb der Deutschen Krebshilfe sehr dankbar, weil sie genau dies fördert. Der onkologische Schwerpunkt ist eine der herausragenden Aktivitäten an der Uniklinik Köln und Teil sowohl des Exzellenzclusters als auch einiger Sonderforschungsbereiche“, sagt Professor Dr. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln.

Auch der Bonner Rektor, Professor Dr. Jürgen Fohrmann, zeigte sich hocherfreut über die erneute Förderzusage für das Onkologische Zentrum und sagte: "Die bisherige Leistungsbilanz des CIO bietet für die weitere Entwicklung des gemeinsamen Köln-Bonner Projektes hervorragende Perspektiven."

Weitere Informationen im Internet:
www.cio-koeln-bonn.de
www.krebshilfe.de

Für Rückfragen:
Dr. Inka Väth
Medizin-Redakteurin
Pressestelle Universität Bonn
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