Dr. Teddy zur Kuscheltierstation!
Das Teddy-Krankenhaus behandelt vom 22. bis 24. Mai zum zehnten Mal kranke und verletzte Kuscheltiere.




Vom 22. bis 24. Mai, zwischen 9 und 16 Uhr, ist es wieder soweit. Das Zentrum für Kinderheilkunde des Universitätsklinikum Bonn richtet gemeinsam mit der AOK Rheinland/Hamburg und dem Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn e.V. auf dem Gelände der Universitäts-Kinderklinik, Adenauerallee 119, die Teddy-Klinik für Kindergartengruppen ein. Dieses Projekt wird von den Fachschaften Medizin und Pharmazie unterstützt. Am 24. Mai öffnet das Teddy-Krankenhaus zusätzlich von 13 bis 16 Uhr für alle interessierten Eltern mit ihren Kindern seine Türen.


Wenn die eigenen Kinder zum Arzt müssen, dann steht die Welt still und man kann an nichts anderes mehr denken. So ähnlich fühlt es sich auch für die Kleinen an, wenn ihre „Kinder“, die Kuscheltiere und Puppen, krank oder verletzt sind. Egal ob der Teddy Fieber hat, das Erdmännchen nicht mehr stehen kann oder die Schildkröte sich ihren Panzer verstaucht hat. Nichts macht mehr Spaß, wenn die plüschigen Freunde krank sind.

Doch die Kleinen haben Glück, denn die Stofftierärzte des Teddy-Krankenhauses nehmen sich dieser Fälle an und versorgen die kuscheligen Begleiter vom 22. bis 24. Mai - jeweils ab 9 Uhr - einfühlsam.

Vor zehn Jahren wurde das Teddy-Krankenhaus ins Leben gerufen. Mithilfe des Arztbesuchs ihrer Kuscheltiere sollen Kinder die gängigen und etwas außergewöhnlicheren Untersuchungsmethoden, wie Röntgen oder die Ultraschalluntersuchung, kennen lernen. Ihnen soll somit die Angst vor dem „Doktor in Weiß“ genommen werden.

Das Highlight für Kinder zwischen vier und fünf Jahren

„Die Kinder sind in diesem Alter in der magischen Phase, in der sie sich wirklich in ihre Kuscheltiere hineinversetzen können. „Sie sind in diesem Moment tatsächlich in Sorge um ihr Stofftier und fühlen wie Eltern.“, so die Leiterin der Kindertagesstätte Om Berg, Dagmar Leuwer, deren Gruppe die Teddy-Klinik bereits kennt.

Von der Idee, aber vor allem von der Umsetzung, ist die Erzieherin begeistert. Beim Teddy-Krankenhaus wird an alles gedacht: Vom Aufnahmeblatt, das nach etwaigen Allergien fragt, bis hin zum Rezept für die Medizin, die man in der Teddy-Apotheke in Form von Gummibärchen abholen kann.

„Von der Teddy-Klinik profitieren nicht nur die Kinder, sondern auch die Medizinstudierenden. Gerade die kleinen Patienten sind in der Praxis nicht immer einfach. Sie haben Angst und wollen sich teilweise nicht untersuchen lassen. Bei der Teddy-Klinik haben die angehenden Mediziner der Universität Bonn die Möglichkeit, den Umgang mit den kleinen Patienten zu lernen. So können sich beide Seiten spielerisch und ohne Druck kennen lernen. Auf diese Weise sind sie für den Notfall bestens gerüstet“, wie Prof. Dr. Johannes Breuer, Leiter der Abteilung Kinderkardiologie des Universitätsklinikums Bonn, erklärt.

Das Fazit der letzten zehn Jahre

Der Erfolg des Konzepts kann sich sehen lassen: In den letzten zehn Jahren wurden mehr als 10.000 Kuscheltiere untersucht und die kleinen Besitzer profitieren langfristig davon, wie Ingrid Beckmann-Singerhoff von der AOK Rheinland/ Hamburg festgestellt hat: „Das zeigt sich besonders dann, wenn die Kinder selbst in die Klinik müssen. Die kleinen Patienten gehen sehr viel unbefangener mit dieser neuen Situation um. Schließlich waren sie bereits einmal in der Klinik als ihr Kuscheltier erkrankt war und so kennen sie den Ablauf schon.“

Es ist eine klassische Win-Win-Situation für die Kinder, die ihre Furcht vor den Ärzten verlieren und den Medizinstudierenden, die den Umgang mit ihren kleinen Patienten lernen.

uni-bonn.tv hat die Stofftierärzte in ihrem Einsatz für die Kuscheltiere und den Kindern begleitet. Den Podcast dazu finden Sie unter:

http://www.uni-bonn.tv/podcasts/Teddy-Klinik.mp4/view

Hinweis für die Medien:

Medienvertreter sind am Mittwoch, 22. Mai, von 10 Uhr bis 12 Uhr, zu der Veranstaltung eingeladen. Für Rückfragen und weitere Informationen steht dort Ingrid Beckmann-Singerhoff, AOK Rheinland/Hamburg, gerne Rede und Antwort. Um Anmeldung via E-Mail: inka.vaeth@uni-bonn.de wird gebeten.

Kontakt für die Medien:

Professor Dr. Johannes Breuer
Leiter der Abteilung Kinderkardiologie
Zentrum für Kinderheilkunde des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-33350
E-Mail: johannes.breuer@ukb.uni-bonn.de

Ingrid Beckmann-Singerhoff
AOK Rheinland/Hamburg
Telefon: 0228/511-2320
E-Mail: ingrid.beckmann-singerhoff@rh.aok.de