Fetalblutentnahme



Eine Untersuchung von kindlichem Blut kann zur Chromosomenanalyse sowie zur Diagnostik bei anderen Erkrankungen (z.B. bei Infektionen, vererbbaren Stoffwechselstörungen, familiäre Erbkrankheiten, Unverträglichkeit im Rhesus-Blutgruppensystem, Verdacht auf Blutarmut) erforderlich sein.
Je nach Fragestellung liegt das Untersuchungsergebnis innerhalb von 2 bis 14 Tagen vor. Dieser Eingriff kann auch therapeutisch, z.B. zur Medikamentengabe oder Transfusion von Blut oder Blutplättchen (Thrombozyten) genutzt werden.

Die Untersuchung kann ab der 17./ 18. Schwangerschaftswoche, im Einzelfall auch früher, durchgeführt werden. Unter Ultraschallkontrolle wird eine dünne Nadel durch die mütterlich Bauchdecke in die kindliche Nabelschnurvene eingeführt und eine geringe Menge (ca. 3-5ml) Blut entnommen. Eine örtliche Betäubung ist nicht erforderlich.

Da alle invasiven Eingriffe mit einem Fehlgeburtsrisiko vergesellschaftet sind, wird das Für und Wider einer solchen Diagnostik in einem ärztlichen Aufklärungsgespräch ausführlich besprochen.

Aufklärungsbogen (pdf)