Moderne Therapieoptionen bei Leberkrebs
Uniklinikum Bonn startet Patientenkolloquium




Unter dem Motto „Uni-Medizin für Sie - Mitten im Leben“ lädt das Universitätsklinikum Bonn jetzt zu einem neuen, regelmäßig stattfindenden Patientenkolloquium ein. Am 17. Januar gehen die Klinik für Chirurgie und die Medizinische Klinik I mit aktuellen Themen aus der Chirurgie und der Behandlung von Lebertumoren an den Start. Die kostenlose Veranstaltung findet ab 18 Uhr auf dem Campus Venusberg, Sigmund-Freud-Straße 25, im Biomedizinischen Zentrum statt.


Im Rahmen des neuen Patientenkolloquiums informiert das Universitätsklinikum Bonn einmal im Monat über aktuelle Entwicklungen in der Medizin – in Hochleistungsmedizin wie im Alltag. „Das gestiegene Interesse an der Arbeit unserer Ärzte und unseres Pflegepersonals sowie unseren Wissenschaftlern ist Anlass, der interessierten Öffentlichkeit diese spannende und aktuelle Gesprächsreihe anzubieten“, sagt der Initiator Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender. Ziel ist es, über Hintergründe spezieller Erkrankungen, neue Forschungsergebnisse, neue Möglichkeiten der Früherkennung sowie gezielter Vorsorge, interdisziplinäre Behandlungen und neue medizinische Therapieformen aufzuklären. „Denn ein umfassendes Wissen ist die Grundlage, gute Entscheidungen zu treffen“, sagt Prof. Holzgreve.

Aktuelles rund um Lebertumoren

Am 17. Januar eröffnen die Klinik für Chirurgie und die Medizinische Klinik I das neue Patientenkolloquium des Bonner Universitätsklinikums um 18 Uhr im Biomedizinischen Zentrum auf dem Venusberg-Campus. Die kostenlose Informationsveranstaltung dreht sich um Aktuelles aus der Chirurgie, der Behandlung und der Prävention von Lebertumoren. Die beiden Referenten, Prof. Dr. Jörg C. Kalff, Direktor der Klinik für Chirurgie, und Prof. Dr. Christian P. Strassburg, Direktor der Medizinischen Klinik I, weisen auf die wachsende Bedeutung des Themas hin.

Derzeit erkranken jedes Jahr jährlich ungefähr 7.500 Menschen in Deutschland an Leberkrebs – Tendenz steigend. Etwa sieben von zehn Leberzellkarzinomen werden erst in fortgeschrittenen Stadien festgestellt. Doch je kleiner der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose ist, desto größer ist die Chance auf eine Heilung durch operative Entfernung oder Lebertransplantation. Deshalb wird Aufklärung immer wichtiger. Auch machen technischer Fortschritt und die Regenerationsfähigkeit der Leber heutzutage Eingriffe möglich und sinnvoll, die vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen wären. Das betrifft sowohl die Diagnostik, als auch die interventionelle und operative Therapie. Nach den Vorträgen gibt es die Gelegenheit persönliche Fragen an die Referenten zu stellen.

Alkohol und Hepatitis B schaden der Leber

Das Risiko von Lebertumoren ist eng mit unerkannten chronischen Lebererkrankungen und der Zirrhose verknüpft. Endpunkt der chronischen Schädigungen ist die Leberzirrhose. Diese ist einer der größten Risikofaktoren für Leberkrebs. Hier sind vor allem die frühzeitige Therapie und damit die Tumorverhinderung wichtig.

Aber auch bei entstandener Lebererkrankung gibt es neben der Operation verschiedene Methoden zur örtlichen Tumorbekämpfung, um so das Wachstum des Tumors zu bremsen. Beispielsweise bei der so genannten Radiofreqenz-Thermoablation wird Tumorgewebe durch Hitze zerstört. Welche dieser Optionen geeignet ist, hängt von der Lage des Tumors, von der Art der Durchblutung und von seiner Größe ab.

Auch gibt es in der Leberkrebs-Therapie einen neuen Arzneistoff in Tablettenform namens Sorafenib, der in den Stoffwechsel der Krebszellen eingreift und so deren Wachstum verlangsamt. Derzeit wird untersucht, ob sich bei Leberkrebs eine Kombination aus Chemotherapie und Sorafenib günstig auf die Lebenserwartung auswirkt.

Mehr Informationen zu dem Patientenkolloquium gibt es unter: http://www.ukb.uni-bonn.de

Kontakt für die Medien:

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Holzgreve
Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-13568
E-Mail: wolfgang.holzgreve@ukb.uni-bonn.de

Professor Dr. Jörg C. Kalff
Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie
Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-15215
E-Mail: kalff@uni-bonn.de

Prof. Dr. Christian P. Strassburg
Direktor der Medizinischen Klinik I
Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-15216
E-Mail: christian.strassburg@ukb.uni-bonn.de