Virologen erhalten Förderung der Europäischen Union
Universitätsklinikum Bonn erforscht gefährliche Viren, die von Tieren auf Menschen übergehen




Virologen des Universitätsklinikums Bonn sind am Projekt "ANTIGONE" zur Erforschung gefährlicher Krankheitserreger beteiligt. Vor dem Hintergrund der EHEC-Infektionen fördert die Europäische Union das Vorhaben mit zwölf Millionen Euro. Die Bonner Wissenschaftler untersuchen jedoch - anders als gemeldet - nicht den gefährlichen EHEC-Keim, sondern etwa das SARS-Virus.

"Das Projekt ANTIGONE fokussiert nicht ausschließlich den EHEC-Erreger", sagt Professor Dr. Christian Drosten vom Institut für Virologie des Universitätsklinikums Bonn. EHEC ist ein Bakterium, die Bonner Wissenschaftler erforschen aber Viren. "Es geht vor allem um Infektionskrankheiten, die durch Viren verursacht werden und die von Tieren auf Menschen übertragen werden", berichtet Prof. Drosten. So werden die Virologen des Bonner Universitätsklinikums nicht EHEC, aber etwa das SARS- und das Nipah-Virus erforschen. Ihnen stellt die EU dafür voraussichtlich bis zu eine Million Euro zur Verfügung. Das Projekt startet wahrscheinlich im Herbst.

Im Projekt ANTIGONE (ANTIcipating the Global Onset of Novel Epidemics - Früherkennung des globalen Auftretens neuartiger Epidemien) sollen 14 Partner aus sieben Ländern mitwirken. Im Mittelpunkt steht die Ermittlung, Untersuchung, Verhinderung und Bekämpfung unerwarteter neuer Epidemierisiken. Ziel ist laut EU, die Faktoren zu bestimmen, die Viren und bakterielle Erreger dazu befähigen, von Tieren auf Menschen überzugehen. Außerdem wird angestrebt, Strategien zur Gefahrenabwehr zu ermitteln. Erforscht werden zum Beispiel der Erreger von Krim-Kongo-Fieber, Ebola, SARS, Pest oder Q-Fieber.

Kontakt:

Prof. Dr. Christian Drosten
Institut für Virologie des Universitätsklinikums Bonn
E-Mail: drosten@virology-bonn.de
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