Aufklärung über das Vergessen
Patientenkolloquium rund um das Thema Demenz




Im Rahmen des neuen, regelmäßig stattfindenden Patientenkolloquium „Uni-Medizin für Sie - Mitten im Leben“ lädt das Universitätsklinikum Bonn zu einem Informationsabend ein. Unter dem Motto „Demenz: Eine Frage der Hirndurchblutung?“ gibt es Vorträge über Ursachen und verschiedene Formen von Demenz. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einen möglichen Zusammenhang zwischen einer verminderten Durchblutung des Gehirns und Ausbruch der Krankheit. Die kostenlose Veranstaltung findet am Donnerstag, 27. Juni, ab 18 Uhr im Hörsaal des Biomedizinischen Zentrums (BMZ), Sigmund-Freud-Straße 25, auf dem Venusberg statt.


Nach jüngsten Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) wird sich die Zahl der Demenzkranken bis 2050 mehr als verdoppeln - von derzeit 1,4 Millionen auf rund drei Millionen Betroffene. Unter Demenz fallen Erkrankungen, die mit einem Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit und einer Persönlichkeitsveränderung verbunden sind. Die häufigste Form der Demenz ist die Alzheimerkrankheit.

„Für die Betroffene, aber auch für Pflegende und Angehörige, bedeutet das ein Leben mit dem Vergessen, für das es keine Heilung gibt. Das sorgt für Angst“, sagt Privatdozent Dr. Gabor Petzold, Oberarzt in der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Bonn. „Deswegen wollen wir aufklären und die Teilnehmer des Kolloquiums auf den neusten Wissenstand bringen.“ Gemeinsam mit dem Chefarzt der Kardiologie des Herz- und Gefäßzentrums Rhein-Ahr Gemeinschaftskrankenhaus Bonn – Haus St. Petrus, Privatdozent Dr. Luciano Pizzulli, gibt Dr. Petzold einen Einblick in die Demenzforschung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Zusammenhang auf die verminderte Durchblutung des Gehirns und dem Ausbruch verschiedener Demenzarten. Dabei verdeutlichen die Experten vor allem den Unterschied zwischen der Alzheimerkrankheit, der bekanntesten Demenzform, und der vaskulären Demenz. Hierbei leiden die Betroffenen weniger unter Gedächtnisstörungen, wie bei der Alzheimerkrankheit, sondern unter einer körperlichen und geistigen Langsamkeit.

Ferner geben Dr. Petzold und Dr. Pizzulli einen Überblick über Vorsorgeuntersuchungen, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten. Demenz ist zwar nicht heilbar, aber bei früher Erkennung der Risikofaktoren kann der Ausbruch der Krankheit zeitlich verschoben, wenn nicht gar verhindert werden. Nach den Vorträgen besteht die Gelegenheit, persönliche Fragen an die Referenten zu stellen.

Kontakt:

Privatdozent Dr. Gabor Petzold
Klinik für Neurologie
Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/ 287-19465
E-Mail: Gabor.Petzold@ukb.uni-bonn.de

Privatdozent Dr. Luciano Pizzulli
Gefäßzentrum Rhein-Ahr Gemeinschaftskrankenhaus Bonn – Haus St. Petrus
Telefon: 0228/ 506-22 91
E-Mail: kardiologie@gk-bonn.de