Hilfe, wenn jeder Schritt qualvoll ist
Patienten-Symposium rund um das künstliche Hüft- und Kniegelenk



Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Bonn lädt zu einem Patienten-Tag rund um das künstliche Hüft- und Kniegelenk ein. Betroffene und Interessierte können sich über die operativen Optionen, die physiotherapeutische Begleitbehandlung und verschiedene Hüft- und Kniegelenksprothesen informieren. Neben den Abläufen in der Klinik sind weitere Themen die Narkose, postoperative Schmerztherapie und die Anschlussbehandlung in einer Reha-Klinik. Die kostenlose Veranstaltung findet am Donnerstag, 22. Juni, ab 18 Uhr im Hörsaal des Biomedizinischen Zentrums (BMZ), Siegmund-Freud-Straße 25, auf dem Venusberg statt.

Täglich belasten wir unsere Hüft- und Kniegelenke enorm, die so allmählich abnutzen. Dieser Gelenkverschleiß kann sehr schmerzhaft sein und zur Gehunfähigkeit führen. „Keiner sollte ernsthafte Hüft- oder Knieschmerzen ignorieren, sondern lieber gleich zum Arzt gehen“, empfiehlt Prof. Dr. Dieter Christian Wirtz, Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Bonn. Fällt das Gehen und Treppensteigen trotz Krankengymnastik, Medikamenten und anderen Hilfsmitteln aufgrund starker Schmerzen extrem schwer, kann oft nur noch ein künstlicher Ersatz, eine so genannte Endoprothese, des Hüft- oder Kniegelenks helfen. Denn Knochen und Knorpel sind bereits zu stark angegriffen. Doch die Betroffenen haben oft einen langen Leidensweg hinter sich, bis sie sich zu diesem Schritt entschließen.

Künstlicher Gelenkersatz bringt viel Lebensqualität zurück

Mittlerweile sind solche orthopädische Eingriffe Routine. In Deutschland werden pro Jahr 200.000 neue Hüft- und 130.000 neue Kniegelenke implantiert. Vom ersten Schnitt bis zum Vernähen der Wunde dauert die Hüft-OP rund 60, die am Knie rund 80 Minuten. Möglichst kleine Schnitte, um die Traumatisierung des gelenkumfassenden Gewebes möglichst gering zu halten, erfordern dabei Können des Operateurs und einen hohen technischen Aufwand. „Ziel des Eingriffs ist, dass der Patient wieder beschwerdefrei mobil ist und Lebensqualität hat. In gewissen Grenzen ist auch Sport möglich“, sagt Prof. Wirtz. „Daher wollen wir mit dem Patiententag Betroffenen die Angst vor dem Eingriff nehmen.“ Es sei jedoch immer eine individuelle Entscheidung, ob und welche Hüft- oder Kniegelenksprothese in Frage kommt. Die Bonner Universitätsklinik Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie wurde 2012 als eine der ersten bundesweit von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie als „Endo-Prothetik-Zentrum“ für die Versorgung mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken zertifiziert.

Kontakt für die Medien:
Prof. Dr. Dieter Christian Wirtz
Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-14170; E-Mail: dieter.wirtz@ukbonn.de



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