Korruptionsprävention



Risiken vermeiden - Bewusst handeln - Korruption aktiv verhindern


Das UK Bonn hat sich zum Ziel gesetzt, parallel zu einer effektiven und wirtschaftlichen Organisations- und Prozessgestaltung mit verschiedenen Bausteinen zur Vorbeugung, Aufdeckung und Bekämpfung von Korruption das bestehende Vertrauen der Patienten hinsichtlich Integrität und Funktionsfähigkeit weiter auszubauen und eine vorgabenkonforme sowie ordnungsgemäße Aufgabenerfüllung sicherzustellen. Korruption verstehen wir als Missbrauch von anvertrauter Macht, um einen Vorteil für sich oder einen Dritten zu erlangen.



Präventive Wirkungsmechanismen, die einen potentiellen Täter daran hindern, eine passende Gelegenheit zur Tatbegehung zu nutzen, stehen immer an erster Stelle (Prävention vor Sanktion). Durch loyales und integres Verhalten tragen Sie als Beschäftigte maßgeblich dazu bei Korruption zu verhindern und Schaden abzuwenden. Da Korruption allen schadet, gilt es hierbei durch bewusstes Handeln Risiken zu vermeiden und Korruption aktiv zu verhindern.

Sofern Ihrerseits generelle Fragen zur Korruptionsprävention bestehen oder Sie unsicher sind, wie Sie sich in einem konkreten Fall verhalten sollen, so sprechen Sie uns bitte an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Bei Verdacht auf Korruption ist der Leiter der Internen Revision zuständiger Ansprechpartner (Tel.: 0228 / 287-11333). Im konkreten Fall bzw. im begründeten Verdachtsfall steht er jederzeit für ein vertrauliches Gespräch zur Verfügung. Die Anonymität der Hinweise wird auf Wunsch gewährleistet.

Im Zusammenspiel von Forschung, Lehre und Krankenversorgung als Grundlage exzellenter Hochschulmedizin sind menschliche Kontakte mit Patienten*innen wie auch kooperative Beziehungen zwischen Industrie, medizinischen Einrichtungen und den dort tätigen Mitarbeiter*innen an der Tagesordnung. Korruptionsrelevante Aspekte finden sich im beruflichen Alltag öfters als man denkt.

So sind im Kontakt mit Patienten*innen Bargeldspenden ganzjährig ein Thema, während insbesondere in der Weihnachtszeit die Zulässigkeit der Annahme von Geschenken durch Geschäftspartner in den Fokus rückt. Sichtweisen und Meinungen hierzu werden ebenso kontrovers diskutiert wie die Frage, welche Bewirtungskosten bei Veranstaltungen erstattungsfähig sind oder welche Nebentätigkeit als kritisch einzustufen ist. Wir als Klinikum haben die diesbezüglichen Rahmenbedingungen für eine aktive Korruptionsprävention konkret und verständlich ausgestaltet. Denn nicht alles ist per se verboten. Wichtig ist für uns Beschäftigte, kritische Aspekte richtig einzuschätzen und bei entsprechenden Vorgängen den bestehenden Regelungsrahmen zu beachten.

Die übergeordnete Verfahrensanweisung ist das Basisdokument für eine aktive Prävention von Korruption und klärt über die richtigen Vorgehensweisen auf. Die Anweisung gibt auch für mögliche Zweifelsfälle praktische Entscheidungshilfen und möchte Unsicherheiten und Risiken reduzieren. Schadensprävention und Risikokontrolle stehen hierbei ausdrücklich im Fokus. Jede*r Mitarbeiter*in des Uniklinikums Bonn ist für die Einhaltung der in dieser Verfahrensanweisung zur Korruptionsprävention festgelegten Regeln verantwortlich. Führungskräfte haben durch ihr Verhalten ein Vorbild für ihre Mitarbeiter*innen zu sein.

Die Regelungsinhalte verschiedener mitgeltenden Unterlagen nehmen einen besonderen Stellenwert im Rahmen wirksamer Korruptionsprävention ein, da sie konkret verbindlichen Charakter aufweisen. Klare und eindeutige Regelungen innerhalb der verschiedenen Einzel-Prozesse sind zur aktiven Steuerung der Korruptionsrisiken notwendig, da nur in den jeweiligen Spezialregelungen konkrete Entscheidungsanforderungen benannt und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden können.

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