Neue Chance für Schmerzpatienten
Gründung des Interdisziplinären Schmerzboards am Uni-Klinikum Bonn




Bei chronischen Schmerzen ist eine einzige Therapie oft nicht ausreichend wirksam. Es handelt sich hier um ein vielschichtiges Krankheitsbild, welches das Know-how verschiedener Fachrichtungen erfordert. Schmerzspezialisten am Universitätsklinikum Bonn haben jetzt das Interdisziplinäre Schmerzboard Bonn (ISB) ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Schmerztherapie für jeden Betroffenen zu optimieren.


Etwa zwölf Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen. Anders als akute Schmerzen sind sie kein lebenswichtiges Schutzsignal mehr, sondern eine eigenständige Krankheit, die oft keine klar erkennbare Ursache hat. Viele Betroffene, die Hilfe in den speziellen Schmerz-Fachabteilungen der Klinik für Anästhesiologie und der Neurochirurgischen Klinik am Universitätsklinikum Bonn finden, haben bereits eine Odyssee von Arzt zu Arzt hinter sich. Erst der Schmerztherapeut betrachtet sämtliche Aspekte der Erkrankung. Entsprechend der komplexen Krankheitsbilder ist auch die Therapie vielfältig.

Schneller zur individuellen Schmerztherapie aus einer Hand

„Der Patient muss sich nicht mehr seine Spezialisten suchen, sondern wir setzen uns für ihn zusammen an einen Tisch“, beschreibt Dr. Thomas Kinfe, Leiter der Abteilung Funktionelle Neurochirurgie und Neuromodulation, den Kernpunkt des neuen Interdisziplinären Schmerzboards Bonn. Zusammen mit den Oberärztinnen für Schmerztherapie Dr. Carolina Link und Dr. Annette Gass an der Klinik für Anästhesiologie am Universitätsklinikum Bonn bespricht er jeden Betroffenen. Gegebenenfalls werden Spezialisten anderer Fachrichtungen hinzugezogen. So ist von einer ausführlicheren Anamnese über eine gezielte Diagnose bis hin zur langfristigen Therapieplanung alles aus einer Hand. „Wir bieten den Patienten ein individuelles Konzept und optimieren seine Therapie“, so die Oberärztinnen Link und Gass. „Unser gemeinsames Ziel ist, dauerhaft den Schmerz zu reduzieren und so die Lebensqualität zu verbessern.“

Unter folgenden Telefonnummern ist eine Terminvereinbarung möglich: 0228/287-14148 (Schmerzambulanz / Klinik für Anästhesiologie) und 0228/287-16508 (Funktionelle Neurochirurgie und Neuromodulation / Klinik für Neurochirurgie).

Kontakt für die Medien:

Dr. Thomas M. Kinfe
Leiter Funktionelle Neurochirurgie und Neuromodulation
Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-13812
E-Mail: Thomas.Kinfe@ukb.uni-bonn.de