Neues Fortbildungsangebot für Ärzte und Ingenieure
„Bonner Kolleg für klinische Medizin und Technik“ auf der MEDICA vorgestellt




Der technische Fortschritt hat die Medizin in vielen Bereichen revolutioniert. Doch nicht immer sind die Geräte an die Bedürfnisse ihrer Nutzer perfekt angepasst. Andererseits wissen Mediziner oft nicht genügend um die Grenzen der komplizierten Technik. Ein neues Fortbildungsangebot der Universität Bonn will beide Seiten – Ingenieure und Ärzte – einander näher bringen. Denn das sich rasant weiterentwickelnde Gebiet der Medizintechnik bietet zukunftsträchtige Berufsmöglichkeiten für Ärzte, Ingenieure und Naturwissenschaftler. Das Bonner Kolleg für Klinische Medizin und Technik wird vom 18. bis 21.11. auf der MEDICA offiziell vorgestellt. Anmeldungen zu dem deutschlandweit ersten Angebot dieser Art sind ab sofort unter www.uni-bonn.de/schlossakademie möglich.


Das neue Angebot soll einerseits Ingenieuren einen praxisnahen Einblick in die Anforderungen des medizinischen Alltags geben. Andererseits will es Ärzten die Funktionsweise und damit auch Möglichkeiten und Grenzen medizinischer Geräte näher bringen.

Das Programm umfasst fünf Module mit jeweils 25 Vorlesungsstunden, beispielsweise zur Bildgebenden Diagnostik oder zu Implantaten und Biomaterialien. Daran schließt sich eine viermonatige klinisch-wissenschaftliche Ausbildung an. In dieser Zeit sollen die Teilnehmer auch ihre Abschlussarbeit über ein innovatives medizintechnisches Thema erstellen. „Der praktische Teil bietet vor allem Geräte-Entwicklern die Möglichkeit zu einem aufschlussreichen Perspektivwechsel“, erklärt Rüdiger Mull, der das Kolleg innerhalb der Universitätsverwaltung betreut. „Sie erfahren so hautnah, wo es noch Optimierungspotenzial gibt – und zwar jenseits der rein technischen Möglichkeiten, die die Geräte bieten.“ Durch eine Teilnahme werden engagierte Ärzte, Ingenieure und Naturwissenschaftler für eine erfolgreiche medizintechnisch orientierte Tätigkeit im Gesundheitswesen oder der Industrie wissenschaftlich qualifiziert und klinisch-praktisch vorbereitet.

Während der Theorieteil berufsbegleitend an Wochenenden erfolgt, können die Teilnehmer das Praktikum individuell ihren Bedürfnissen anpassen. Nach Abschluss der Module und Anfertigung der Arbeit erfolgt eine schriftliche Prüfung. Erfolgreiche Teilnehmer erhalten ein Zertifikat.

Weitere Informationen gibt es unter www.uni-bonn.de/schlossakademie

Kontakt:
Dr. Dirk von Mallek
Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Bonn
Sekretariat: 0228/287-15181

Rüdiger Mull
Forschungsangelegenheiten, Universität Bonn
Telefon: 0228/73-2210
E-Mail: schlossakademie@uni-bonn.de