Der Patient steht im Mittelpunkt
Patienten-Informationstag zur fächerübergreifenden Versorgung von an Krebs erkrankten Menschen



Am Samstag, 9. September, gibt es einen CIO-Krebs-Informationstag für Patienten, Angehörige, Pflegefachkräfte und Interessierte. Das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) Köln Bonn am Universitätsklinikum Bonn führt diese Veranstaltung gemeinsam mit dem Tumorzentrum Bonn und der Leukämie-Initiative Bonn durch. Vorträge unter dem Motto „Der Patient im Mittelpunkt der Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und Klinik“ eröffnen den CIO-Patiententag. Ein weiteres Thema ist die molekulare Medizin, die individuell auf den Patienten zugeschnittene Krebsbehandlungen ermöglicht. Zudem wird der Frage nachgegangen, wie der Lebensstil das Krebsrisiko beeinflusst. Vorträge über Behandlungsmöglichkeiten bei allen häufigen Krebserkrankungen runden das Programm ab. Die kostenlose Informationsveranstaltung findet von 9 bis 15:30 Uhr im Hauptgebäude der Universität Bonn, Am Hof 1, statt.

Am Universitätsklinikum Bonn sind 44 Abteilungen und Institute an der Versorgung von jährlich etwa 17.000 onkologischen Patienten beteiligt. Da aufgrund neuester Diagnose- und Therapieverfahren deren Behandlung heute sehr vielschichtig ist, arbeiten sie interdisziplinär zusammen. „Wir wollen Patienten und deren Angehörige während aller Phasen ihrer Erkrankung nicht nur kompetent behandeln, sondern auch menschlich begleiten und ganzheitlich betreuen“, betont Prof. Dr. Ingo Schmidt-Wolf. Er ist Direktor des CIOs am Universitätsklinikum Bonn, das von der Deutschen Krebshilfe als Onkologisches Spitzen-Zentrum zertifiziert ist.

Am CIO Bonn setzen sich Experten der verschiedenen Fachdisziplinen in so genannten „Tumorboards“ an einen Tisch und geben für jeden einzelnen Patienten individuelle Behandlungsempfehlungen. Den Patienten und ihren Angehörigen stehen interdisziplinäre Sprechstunden, Patientenlotsen, eine enge Verzahnung ambulanter und stationärer Betreuung sowie ein außergewöhnliches psychoonkologisches, soziales und palliativmedizinisches Angebot zur Verfügung. Die Zusammenarbeit mit den klinisch und wissenschaftlich arbeitenden Gruppen ist eng verbunden, dies gewährleistet kurze Wege von der Forschung in die klinische Anwendung. „Vor allem für Patienten, die als nicht mehr therapiebar gelten, eröffnen sich hier neue Optionen“, sagt Prof. Schmidt-Wolf.

Kann der Lebensstil das Krebsrisiko beeinflussen?

Die Diagnose „Krebs“ ist für Betroffene und Angehörige ein Schock. Manche stellen sich unter anderem die Frage, ob sie vielleicht nicht erkrankt wären, wenn sie weniger Stress gehabt hätten. Daher greift die psychoonkologische Beratung die häufig gestellte Frage auf, inwieweit Stress möglicherweise bei der Krebsentstehung oder auch bei der Heilung eine Bedeutung hat. Zudem geht es im Themenblock „Unterstützung bei Krebs“ um Schmerztherapie, Sport und Ernährung bei Krebs sowie Akupunktur begleitend zur konventionellen Therapie.

Weitere Themen der Informationsveranstaltung sind Palliativmedizin sowie molekulare Diagnostik und genetische Beratung bei Krebs. Zudem geben Kurzvorträge einen Überblick über Behandlungsmöglichkeiten bei allen wichtigen Krebserkrankungen wie Brust-, Darm-, Lungen- und Hautkrebs. Ein Themenblock hat Hilfen für Angehörige zum Gegenstand. Darüber hinaus stellen sich zahlreiche Selbsthilfegruppen vor. „Ein Informationstag will und kann nicht das persönliche Gespräch mit dem Arzt ersetzen. Trotzdem sollten Betroffene die Gelegenheit nutzen, so viele Fragen wie möglich an uns zu stellen“, sagt Prof. Dr. Walther Kuhn, Vorstandsvorsitzender des CIO Bonn.

Das vollständige Programm zum CIO-Krebs-Informationstag „Der Patient im Mittelpunkt der interdisziplinären Versorgung“ gibt es unter:
https://www.cio-koeln-bonn.de/cio-aktuell/termine/patiententag-cio-bonn/

Hinweise für die Medien:

Medienvertreter sind herzlich eingeladen, sich selbst ein Bild von dem CIO-Krebs-Informationstag zu machen. Für Rückfragen und weitere Informationen stehen gerne die Referenten zur Verfügung. Bei Interesse wird gebeten, im Vorfeld eine zeitliche Absprache mit Prof. Dr. Ingo Schmidt-Wolf unter 0228/287-17050 zu treffen.

Kontakt für die Medien:

Prof. Dr. Ingo Schmidt-Wolf
Direktor des Centrums für Integrierte Onkologie am Standort Bonn
Telefon: 0228/287-17050
E-Mail: ingo.schmidt-wolf@ukbonn.de



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Dezernat 8
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im Auftrag von: Universitätsklinikum Bonn (UKB)

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