Leben mit einer chronischen Krankheit
Uni-Klinik: 2. Interdisziplinärer Bonner Selbsthilfetag



Am Samstag, 20. Juni, findet der 2. Interdisziplinäre Bonner Selbsthilfetag statt. Zu diesem Informationstag für Betroffene und Interessierte laden die Bonner Selbsthilfegruppen für Psoriasis-, Uveitis- und Rheumaerkrankte zusammen mit dem Universitätsklinikum Bonn ein. Neben Vorträgen aus der Medizin und zum Umgang mit chronischen Erkrankungen gibt es auch die Gelegenheit zum Austausch untereinander. Die kostenlose Veranstaltung findet von 10 bis 14 Uhr im Hörsaal des Instituts für Pathologie, Sigmund-Freud-Straße 25, statt.


Geschwollene und schmerzende Gelenke, steife Knie oder Rückenschmerzen: Etwa 20 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Rheuma. Dabei umfasst dieser Sammelbegriff bis zu 450 verschiedene Erkrankungen, die den Bewegungsapparat, aber auch innere Organe, Haut und Augen betreffen können. „Daher ist ein Rheumapatient möglicherweise zuerst zum Beispiel an den Augen betroffen, und erst später treten Gelenk- und Muskelbeschwerden auf“, sagt Oberarzt Dr. Matthias Seidel, Leiter der Rheumatologie an der Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums Bonn. Eine Uveitis – eine Entzündung der Gefäßhaut des Auges - kann unter anderem die Folge einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung sein. Auch ähnelt beispielsweise eine Schuppenflechte mit Gelenkbeteiligung der rheumatischen Arthritis. Therapien und Tipps für Rheumakranke gelten deshalb unter anderem auch bei einer so genannten Psoriasis Arthritis.

Die Diagnose einer chronischen Augen-, Haut- oder Rheumaerkrankung verändert das Leben. Für die Patienten ist es daher meistens sehr hilfreich, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen. „Hier leisten Selbsthilfegruppen einen nicht zu unterschätzenden Beitrag, die Krankheit zu bewältigen“, sagt Seidel. Sie ermöglichen dem Einzelnen ein besseres Verständnis für die Erkrankung. Darüber hinaus helfen sie bei Problemen im sozialen Umfeld und im Beruf.

Da Uveitis, Schuppenflechte und Rheuma ineinander übergreifen können, sind zudem die drei Bonner Selbsthilfegruppen eng miteinander vernetzt. „Wir sitzen alle in einem Boot. Daher wollen wir auch unsere enge Zusammenarbeit auf der Veranstaltung zeigen. Wichtig ist, sich auf seine Krankheit einzulassen und sie zu akzeptieren. Dabei sind Strategien, um den Alltag zu bewältigen, hilfreich - aber auch Informationen über die Krankheit“, beschreibt Gabriele Müller, Leiterin der Rheuma-Selbsthilfegruppe Bonn, die Motivation für diesen 2. Bonner Selbsthilfetag. Neben dem Rheumatologen Seidel sind Hautärztin Dr. Dagmar Wilsmann-Theis, Augenärztin Professorin Dr. Karin Löffler, Dozentin für Naturheilverfahren PD Dr. Gudrun Ulrich-Merzenich und Klinikseelsorger Hans-Bernd Hagedorn Referenten an diesem Informationstag.

Weitere Informationen zu dem Programm gibt es unter www.Rheuma-Selbsthilfe-Bonn.de.

Hinweis für die Redaktionen:

Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, sich im Rahmen der Veranstaltung selbst ein Bild über die vielfältigen Angebote der einzelnen Selbsthilfegruppen zu machen. Die teilnehmenden Referenten, sowie die Leiterinnen der Selbsthilfegruppe Michaela Wenkel (für Psoriasis-), Marisa Sommer (für Uveitis-) sowie Gabriele Müller (für Rheumaerkrankte) stehen für Fragen gerne um 13.30 Uhr zur Verfügung. Um Anmeldung unter der Telefonnummer 0228/ 73-4727, Fax: 0228/ 73-7451 oder E-Mail inka.vaeth@uni-bonn.de wird gebeten.

Kontakt für die Medien:
Oberarzt Dr. Matthias Seidel
Leiter der Rheumatologie
Medizinische Klinik I des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: O228/287-22263
E-Mail: matthias.seidel@ukb.uni-bonn.de