Hilfe, wenn sich das Augenlicht trübt
Informationsveranstaltung über Erkrankungen der Netzhaut




Die Augenklinik des Universitätsklinikums Bonn lädt am Samstag, 27. November, gemeinsam mit der Pro Retina Deutschland zu einem Patientensymposium über Netzhaut- und Makulaerkrankungen ein. Betroffene und Angehörige können sich in der Aula des Universitäts-Hauptgebäudes, Regina-Pacis-Weg 3, von 10 bis 13 Uhr informieren. Auch Ausprobieren steht auf dem Plan: Zahlreiche Aussteller bieten Informationen zum praktischen Umgang mit verschiedenen Sehhilfen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.


Ohne die Netzhaut, eine spezielle Schicht mit Sinneszellen im menschlichen Auge, wäre Sehen nicht möglich. Verschiedene Erkrankungen der Netzhaut können zu Sehstörungen und im schlimmsten Fall zur Erblindung führen. Eine häufige Form ist die altersabhägnige Makuladegeneration (AMD). Sie betrifft vorwiegend Menschen jenseits des 50. Lebensjahres. Aber auch junge Menschen können von Erkrankungen der Netzhaut betroffen sein. Die so genannte Retina pigmentosa ist eine erblich bedingte Erkrankung, die im Gegensatz zur AMD auch schon im Jugendalter auftreten kann.

„Wir möchten Patienten und auch deren Angehörige über neuste Methoden der Diagnose und Therapie informieren“, sagt Professor Dr. Frank G. Holz, Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn. Aus diesem Grund veranstaltet die Augenklinik in Kooperation mit der Selbsthilfevereinigung Pro Retina Deutschland e.V. das Patientensymposium. Es gibt Vorträge über Behandlung und Vorbeugung von Augenerkrankungen, über Sehhilfen sowie einen Vortrag mit Ausblick: „Netzhautchip und Gentherapie in greifbarer Nähe?“ Zudem stellt Pro Retina sich und ihre Arbeit vor.

„Ziel ist es, Betroffene über die aktuellen Möglichkeiten, aber auch über Grenzen von Behandlungen zu informieren“, sagt Professor Holz. Die Diagnose und Therapie durch neue hochauflösende Bildgebungsverfahren beispielsweise habe sich deutlich verbessert. „Netzhauterkrankungen können heute früh diagnostiziert und so deren Verlauf günstig beeinflusst werden“, erklärt Professor Holz. Die so genannte feuchte AMD kann heutzutage Dank der neuen Methoden sehr gut behandelt werden.

„Wir freuen uns sehr, dass wir neben Bonner Experten für das Symposium Fachleute aus ganz Deutschland und viele Aussteller gewinnen konnten“, freut sich Professor Holz. Besucher erhalten so auch praktische Informationen zu Hilfsmitteln, die sie selber ausprobieren können. Zusätzlich stehen selbst betroffene Mitglieder von Pro Retina für Fragen zur Verfügung.

Die Bonner Universitäts-Augenklinik und die Selbsthilfevereinigung Pro Retina mit der Regionalgruppenleiterin Daniela Brohlburg halten seit fünf Jahren in der Augenklinik gemeinsam eine Patientensprechstunde ab. Während Ärzte die medizinische Beratung übernehmen stehen dabei ehrenamtliche Mitglieder von Pro Retina den Betroffenen mit Rat und Tat beiseite und können dabei insbesondere eigene Erfahrung einbringen.

Weitere Informationen gibt es unter: http://www.augenklinik.uni-bonn.de/krohne/aktuelles/symposium/symposium271110.pdf.

Kontakt:
Prof. Dr. Frank G. Holz
Direktor der Augenklinik
Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-15647
E-Mail: Frank.Holz@ukb.uni-bonn.de