Medizinische Klinik III
Schwerpunkt Internistische Intensivmedizin



Intensivstation
Die Intensivstation der Medizinischen Klinik III ist eine Abteilung der Speziellen Internistischen Intensivmedizin mit 12 Betten der intensivmedizinischen Maximalversorgung. Unter der Leitung von OA Dr. M. Heine, Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie, arbeiten 6 weitere Ärztinnen und Ärzte in einem 24-Stunden-Schichtdienst. Zusätzlich besteht ein intensivmedizinischer Rufdienst, der die oberärztliche und fachärztliche Rundumversorgung absichert. Im Pflegedienst arbeiten über 35 Pfleger und Schwestern auf insgesamt 29 Planstellen. Krankengymnastik, Küchen- und Reinigungspersonal, Stationsassistenz und eine ehrenamtliche Seelsorgerin runden die „Intensivmannschaft“ ab.
Die Intensivstation verfügt über die technischen, personellen und apparativen Optionen, um alle wesentlichen internistischen Erkrankungen diagnostizieren und behandeln zu können. Hierzu gehören maschinelle Beatmungen, Nierenersatzverfahren, konventionelle radiologische Diagnostik, Ultraschalldiagnostik von Organen, Herz und Gefäßen, Bronchoskopie, EKG und passagere Schrittmacherversorgung.
Herausragende und auch überregional bedeutsame Versorgungsschwerpunkte waren in den letzten Jahren die Diagnostik und Therapie von Patienten mit schweren Infektionen einschließlich schwerer Sepsis und septischem Schock, von Infektionen durch komplizierte Erreger mit schwer zu behandelnden Multiresistenzen oder mit fulminanter Virulenz (z. B. Patienten mit Toxic Shock Syndromen), von Patienten mit Autoimmunerkrankungen, die mit Blutwäscheverfahren (Plasmapherese bzw. Immunadsorption) behandelt werden mussten und von Patienten mit Intoxikationen oder seltenen Erkrankungen wie Porphyriekrisen, endokrinologischen Krisen, komplizierter Malaria, septischen Miliartuberkulosen, AIDS-Erkrankungen oder schwersten neurologischen Systemerkrankungen, deren Behandlung eine maschinelle Beatmung sowie ergänzenden Blutwäscheverfahren verlangten. Auch schwerste Gerinnungsstörungen oder Erkrankungen mit Störungen von Blutbildung oder Zellverbrauch wie das hämolytisch urämische Syndrom oder die thrombopenisch-thrombotische Purpura gehören zum Spektrum der Diagnosen.
Mit der neuen Schwerpunktbildung Onkologie und Hämatologie erweitert sich das intensivmedizinische Spektrum auf Patienten mit schweren Infektionen in der Neutropenie oder bei sonstigen Bedingungen schwerer Immunsuppression. Dabei kommen die allgemeininternistischen und insbesondere die infektiologischen Erfahrungen in der Schwerstkrankenversorgung den Bedürfnissen einer optimalen Versorgung von Patienten mit Tumorerkrankungen und ihren Komplikationen sehr entgegen. Eine Hämatologie-Onkologie der universitären Maximalversorgung kommt heute ohne eine exzellente intensivmedizinische Expertise nicht mehr aus.
Darüberhinaus spielen Aspekte der optimalen palliativen Therapie wie Beherrschung von Schmerzzuständen, Unruhe- und Angstzuständen, Luftnot oder auch Sterbebegleitung zusammen mit einer seelsorgerischen Betreuung in der Intensivmedizin eine ebenso bedeutsame Rolle wie in der Hämatologie-Onkologie.