Wenn das Gehen zur Qual wird
Patienten-Symposium rund um die Hüftgelenkprothese




Täglich belasten wir unsere Hüftgelenke enorm, die so allmählich abnutzen. Dieser Gelenkverschleiß kann sehr schmerzhaft sein und zur Gehunfähigkeit führen. Dann hilft meist nur noch ein künstliches Hüftgelenk. Rund um die Hüftgelenkarthrose, die operativen Optionen und die Anschlussbehandlung lädt die Orthopädie und Unfallchirurgie des Bonner Universitätsklinikums zu einem Patientensymposium ein. Eine Patientin berichtet über ihre Erfahrung an der Klinik und zeigt zusammen mit einer Physiotherapeutin Übungen zur Mobilisierung. Die kostenlose Veranstaltung findet am Donnerstag, 7. April, von 18 bis 20 Uhr im Hörsaal des Biomedizinischen Zentrums (BMZ), Sigmund Freud-Straße 25, statt.


„Wir wollen den Betroffenen die Angst vor dem Eingriff nehmen“, sagt Professor Dr. Dieter Christian Wirtz, Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Universitätsklinikum Bonn. Fällt das Gehen und Treppensteigen trotz Krankengymnastik, Medikamenten und anderen Hilfsmitteln wie weichen Absätzen aufgrund starker Schmerzen extrem schwer, kann ein künstliches Hüftgelenk helfen. „Unsere Patienten sollen ihre Mobilität und damit auch Lebensqualität wieder zurückerhalten“, sagt Professor Wirtz. Es sei jedoch immer eine individuelle Entscheidung, ob und welche Hüftgelenksprothese in Frage kommt.

Je nach Alter und Knochensubstanz werden an der Bonner Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie bei einer Hüftgelenkarthrose hauptsächlich drei Arten einer so genannten Totalendoprothese (TEP) eingesetzt. Diese bestehen grundsätzlich aus Hüftkopf und Hüftpfanne. Bei Patienten über 75 Jahren ist der Knochen meist schon so brüchig, dass das künstliche Hüftgelenk mit so genanntem Knochenzement festgeklebt wird. Bei besserer Knochensubstanz verankert sich die Prothese auch ohne den schnell härtenden Kunststoff entlang ihrem geraden Schaft fest im Knochen. Noch jüngere Patienten unter 60 Jahren bekommen eine zementfreie Prothese mit einem kurzen Schaft, um für eventuell folgende Operationen möglichst viel Knochen zu erhalten.

Versorgung aus einer Hand

„Unser Ziel ist es, dass unsere Patienten möglichst schnell wieder fit sind“, sagt Professor Wirtz. Neben Fragen rund um die Hüftgelenkarthrose und das künstliche Hüftgelenk gibt die Informationsveranstaltung Einblicke in die Narkose und die postoperative Schmerztherapie sowie die Pflege auf der Station. Weitere Themen sind die Mobilisation nach der Operation an der orthopädischen und unfallchirurgischen Universitätsklinik sowie die Anschlussbehandlung in einer Reha-Klinik. Nach den Vorträgen steht das Ärzteteam für persönliche Fragen zur Verfügung.

Kontakt für die Medien:
Professor Dr. Dieter Christian Wirtz
Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-14170
E-Mail: dieter.wirtz@ukb.uni-bonn.de