Patientenkolloquium 2019
Das Universitätsklinikum Bonn möchte Sie auch 2019 wieder für das Patientenkolloquium "Uni-Medizin für Sie: Mitten im Leben" herzlich einladen ... weiterlesen

Doppeltes Gütesiegel

Die kompetente Versorgung von Frauen mit Brustkrebs wird dem Brustzentrum am Universitätsklinikum Bonn jetzt von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie sowie dem TÜV Saarland bestätigt. Beide Gütesiegel erhält das Bonner Klinikum als erstes Universitätsklinikum in Nordrhein Westfalen.
Jedes Jahr erkranken in Deutschland 47.000 Frauen neu an Brustkrebs. Dank hoher Qualitätsstandards in Diagnostik und Therapie hat die Mehrzahl eine Chance auf Heilung. „Allen betroffenen Frauen soll ein zertifiziertes Brustzentrum und damit die modernste Medizin offen stehen“, sagt Professor Dr. Walther Kuhn, Geschäftsführender Direktor der Universitäts-Frauenklinik. Daher hat sich das Brustzentrum am Bonner Universitätsklinikum freiwillig den Zertifizierungen unterzogen. Der TÜV Saarland überprüft alle Klinikabläufe auf der Basis der DIN ISO 9001. Zudem verlangt das Gütesiegel der beiden Fachgesellschaften unter anderem den Nachweis von über 150 Brustkrebsoperationen und über 2.000 Chemotherapien pro Jahr sowie eine psychosoziale Betreuung.

Fachpersonal und spezialisierte Oberärzte betreuen am Brustzentrum der Universitäts-Frauenklinik Bonn jedes Jahr über 250 Patientinnen stationär – mit steigender Tendenz. Mit dem Prinzip „Qualität aus einer Hand“ arbeiten Gynäkologen, Radiologen, Nuklearmediziner, Onkologen, Pathologen und Psychosomatiker zusammen und besprechen jeden einzelnen Fall gemeinsam. „Als Universitätsklinikum entwickeln wir neueste Therapieansätze und bieten diese unseren Patientinnen zeitnah an“, sagt Professor Kuhn. In diese Arbeit eingebunden sind auch die Krebsberatungsstelle, der Sozialdienst und die Seelsorge.

Wenn möglich versuchen die Bonner Ärzte, eine Operation zu vermeiden, oder operieren mit modernsten Techniken brusterhaltend. Lediglich bei großen oder mehreren Karzinomen ist eine Brusterhaltung nicht möglich. Integriert in eine interdisziplinäre Krebstherapie ist dann eine Brustrekonstruktion am Uni-Brustzentrum möglich. „Wir sind bemüht, jeder unserer Patientinnen eine ganzheitliche und individuelle Therapie zu ermöglichen, und versuchen dabei allen persönlichen Bedürfnissen und Wünschen unserer Patientinnen zu entsprechen“, sagt Professor Kuhn. Eine Besonderheit ist auch die Betreuung von jungen Brustkrebspatientinnen. In diesem Zusammenhang bietet das hochspezialisierte Zentrum unter anderem die Konservierung von Eierstocksgewebe vor einer Chemotherapie an, um Patientinnen mit Kinderwunsch die Möglichkeit einer eventuell späteren Schwangerschaft zu erhalten. Darüber hinaus ist das Bonner Universitätsklinikum im Verbund mit der Universität Köln Zentrum für familiäre Brust- und Eierstockskrebserkrankungen.

Die erfolgreiche Zertifizierung ist keine einmalige Aktion. „Wir müssen unsere Arbeit immer wieder überprüfen. Denn wir wollen die Heilungschance und die Lebensqualität unserer Patientinnen stetig verbessern“, sagt Professor Kuhn. In Kürze steht beispielsweise eine Zertifizierung durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe gemeinsam mit dem Bonner Marienhospital an - der letzte Schritt zur Anerkennung der Kooperation als gemeinsames Brustzentrum durch das Düsseldorfer Gesundheitsministerium. Unsicher hinsichtlich der Zertifizierung ist Professor Kuhn nicht: Die jetzt erhaltenen Gütesiegel bescheinigen dem Bonner Universitätsklinikum schon jetzt eine Qualität, die den von der NRW-Regierung geforderten Standards für die Behandlung von Frauen mit Brusterkrankungen entspricht.

Kontakt für die Medien:
Professor Dr. Walther Kuhn
Geschäftsführender Direktor der Frauenklinik am Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-15444
E-Mail: walther.kuhn@ukb.uni-bonn.de