Unnötige Blut-Transfusionen vermeiden
Uni-Klinikum stellt Projekt der Öffentlichkeit auf dem Friedensplatz vor




Am Universitätsklinikum Bonn wird ein Patient Blood Management, zur Verringerung der Rate von Transfusionen eingeführt. Ziel ist es, zum einen die Sicherheit für die Patienten zu erhöhen und zum anderen auf die begrenzte Verfügbarkeit von Blutprodukten zu reagieren. Die Initiatoren stellen am Freitag, 14. Februar, das Projekt der Öffentlichkeit von 13 bis 18 Uhr auf dem Friedensplatz in der Bonner Innenstadt vor.


Oft sind Patienten zum Überleben auf Fremdblut angewiesen. Blut rettet Leben. „Allerdings kann eine Transfusion in seltenen Fällen auch Risiken in sich bergen, zum Beispiel eine allergische Reaktion“, so Prof. Dr. Georg Baumgarten, Leitender Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie am Universitätsklinikum Bonn.

„So viel wie nötig – so wenig wie möglich.“

„Allerdings können wir nicht einfach weniger Blut geben – wir wollen dafür sorgen, dass es seltener nötig wird“, fasst Dr. Maria Wittmann, Oberärztin der Klinik für Anästhesiologie, das Ziel des Patient Blood Management (PBM) zusammen. Auch, wenn Blut aufgrund sinkender Spender- und steigender Operationszahlen ein zunehmend knappes Gut wird, gilt: „Patienten, die eine Therapie mit Blutprodukten brauchen, werden diese auch in Zukunft selbstverständlich erhalten“, betont Dr. Olaf Boehm, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie. Es gehe nur darum, unnötige Transfusionen zu vermeiden. Patient Blood Management ist eine gemeinsame Initiative der Anästhesie der Universitätsklinika von Frankfurt, Münster, Kiel und Bonn.

Kontakt für die Medien:
Prof. Dr. Georg Baumgarten
Stellv. Direktor und Leitender Oberarzt
Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin
Universitätsklinikum Bonn
Tel.: 0228/287-14127 oder 14123
E-Mail: Georg.Baumgarten@ukb.uni-bonn.de
www.patientbloodmanagement.de