Wenn nachts der Atem stockt
Vortrag über die Cheyne-Stokes-Atmung




Patienten mit Herzschwäche können unter einem periodischen Atemstillstand im Schlaf - der Cheyne-Stokes-Atmung - leiden. Am Montag, 7. Juni, lädt die Defibrillator (ICD) – Selbsthilfegruppe Bonn / Rhein-Sieg mit Unterstützung des Universitätsklinikums Bonn Betroffene und Interessierte zu einem Vortrag zu diesem Thema mit anschließender Gesprächsrunde ein. Die kostenlose Veranstaltung findet im Rahmen eines regelmäßigen Treffens der Selbsthilfegruppe von 16.30 bis 18 Uhr im Bonner Uni-Club, Konviktstraße 9, statt.


Eine Herzschwäche geht häufig mit der Cheyne-Stokes-Atmung einher. Dabei handelt es sich um ein periodisches An- und Abschwellen der Atemtiefe und Atemfrequenz. Die Atemzüge werden nach und nach immer flacher, bis es schließlich zu einer Atempause, einer so genannten Apnoe, kommt. Dann setzt die Atmung wieder ein, und Atemfrequenz und Atemtiefe nehmen allmählich zu, bis eine kurze Weckreaktion eintritt. Anschließend geht das Ganze wieder von vorne los.

Ursache ist eine Regulationsstörung des Atemzentrums im Gehirn, die nicht nur bei Herzinsuffizienz, sondern auch nach einem Schlaganfall häufig auftreten kann. Der Schlaf wird durch die Apnoen unterbrochen, und auch Stresshormonspiegel und Blutdruck steigen an. „Das belastet das ohnehin geschädigte Herz zusätzlich – der Gesundheitszustand des Patienten verschlechtert sich“, sagt Privatdozent Dr. Dirk Skowasch, Oberarzt an der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums Bonn.

Kontakt:
Privatdozent Dr. Dirk Skowasch
Oberarzt an der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-16670
E-Mail: dirk.skowasch@ukb.uni-bonn.de