Forschungsprojekt: „Diagnoseform der Zukunft“
Diagnostik für herzkranke Kinder soll weniger belastend werden




J eden Tag kommen in Deutschland 19 Kinder mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt. Diese häufigste Organfehlbildung bei Neugeborenen führt unerkannt oder unbehandelt in vielen Fällen zum Tode der Betroffenen. Allein am Kinderherzzentrum des Universitätsklinikums Bonn werden jährlich fast 2.000 Kinder, bei denen der Verdacht auf einen Herzfehler besteht, untersucht und rund 300 Kinder mit angeborenem Herzfehler stationär behandelt. Für viele der kleinen Patienten beginnt damit ein langjähriger Diagnose– und Therapiemarathon.


Die 3D-Echtzeit-Echokardiographie könnte den kleinen Herzpatienten den Start ins Leben deutlich erleichtern: Sie liefert exakte Funktionswerte und ist, da nebenwirkungsfrei, beliebig oft wiederholbar. „Dieser Diagnoseform gehört die Zukunft“, sagt Professor Dr. Johannes Breuer, Direktor der Kinderkardiologie an der Bonner Universitäts-Kinderklinik. Allerdings kann sie derzeit nicht als Standardverfahren eingesetzt werden. Denn es fehlt an Normwerten, mit deren Hilfe die Untersuchungsergebnisse zuverlässig interpretiert werden können. Diese Werte sollen im Rahmen eines neuen Forschungsprojekts definiert werden, das die Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren e.V. am Bonner Kinderherzzentrum finanziert.

Anlässlich des Projektstarts sind Medienvertreter zu einem Pressegespräch mit Fototermin eingeladen:

Freitag, 8. April 2011, um 10:30 Uhr
in der Universitäts-Kinderklinik
Adenauerallee 119, 53113 Bonn.

Zum Gespräch stehen Professor Dr. Johannes Breuer, Direktor der Kinderkardiologie an der Bonner Universitäts-Kinderklinik, Dr. Ulrike Herberg, Oberärztin am Bonner Kinderherzzentrum, und Wolfgang Heer, Geschäftsführer der Fördergemeinschaft, zur Verfügung. Vorgesehen ist auch die Teilnahme einer Familie mit ihrem herzkranken Kind, die von ihren Erfahrungen berichtet. Zudem wird auch das laufende Herz, das Maskottchen der Fördergemeinschaft, zugegen sein. Um Anmeldung unter der Telefonnummer 0228/73-4727 oder E-Mail: inka.vaeth@uni-bonn.de wird gebeten.

Informationen zu der Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren gibt es unter http://www.kinderherzen.de