Entzündung kann Drangblase auslösen
Patientensymposium rund um Harnwegsinfekte und die Volkskrankheit Inkontinenz




Anlässlich der Welt-Kontinenz-Woche können Betroffene und Interessierte sich am Donnerstag, 25. Juni, über Vorbeugung und Therapie von Harnwegsinfekten und Blasenschwäche informieren. Das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum des Universitätsklinikums Bonn und des Rehabilitationszentrums Godeshöhe lädt in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Beckenbodengesundheit e.V. zu einem Patienten-Informationstag mit Ausstellung ein. Die kostenlose Veranstaltung findet von 16.30 bis 20 Uhr in der Rehaklinik Godeshöhe, Waldstraße 2-10, in Bad Godesberg statt.


In Deutschland leiden etwa acht Millionen Menschen an Blasenschwäche. Schon junge Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer, und das Risiko nimmt mit steigendem Alter zu. Auch sind Frauen viel anfälliger für eine akute Blasenentzündung – die Gründe dafür liegen unter anderem in der Anatomie der Frau. Sie haben eine kürzere Harnröhre, deren Ausgang näher am After liegt. So können Darmbakterien leichter in die Harnwege eindringen und einen Infekt verursachen. Treten Blasenentzündungen häufiger auf, können sie auch zu einer so genannten Dranginkontinenz führen. Dabei ist der Blasenmuskel übermäßig aktiv und spannt sich zu oft an. Es kommt zu einem stark erhöhten und schwer kontrollierbaren Harndrang.

Inkontinenz ist immer noch ein Tabuthema

„Blasenschwäche sollte als weit verbreitetes, aber auch im Alter nicht normales Problem wahrgenommen werden“ sagt Prof. Dr. Ruth Kirschner-Hermanns. Die Neuro-Urologin, die am Universitätsklinikum Bonn und am neurologischen Rehabilitationszentrum Godeshöhe tätig ist, wünscht sich, dass Harn- und Stuhlinkontinenz weiter aus der Tabuzone heraus kommt. „Die Welt-Kontinenz-Woche soll für dieses Thema sensibilisieren und Betroffenen und Angehörigen Mut machen, offener mit ihrem Leiden umzugehen und fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.“

Der Patienten-Informationstag steht unter dem Motto „Kontinent werden, Kontinent bleiben“. Zusätzlich zu einer Ausstellung ab 16 Uhr geben Vorträge von 17 bis 18.45 Uhr einen Überblick rund um Harnwegsinfektionen und Inkontinenz. Eine anschließende Diskussion rundet die Veranstaltung ab.

Das vollständige Programm gibt es unter:
http://ukb.uni-bonn.de/42256BC8002B7FC1/vwLookupDownloads/Neurouro_Programm_Final.pdf/$FILE/Neurouro_Programm_Final.pdf

Kontakt für die Medien:

Prof. Dr. Ruth Kirschner-Hermanns
Leiterin des Kontinenz- und Beckenbodenzentrum des Universitätsklinikums Bonn und des Rehabilitationszentrum Godeshöhe
Tel.: 0228/287-15200 und 0228/381349
Email: ruth.kirschner-hermanns@ukb.uni-bonn.de

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