Weitere Marker



Neben der Messung der fetalen Nackentransparenz gibt es eine Reihe weiterer Ultraschallmarker (Hinweiszeichen), die in die Risikoabschätzung bezüglich fetaler Chromosomenstörungen einbezogen werden können.
Hierzu zählt zum einen die Beurteilung des fetalen Nasenbeins (Darstellbarkeit). Bei bis zu 70% der Feten mit einem Down- Syndrom, bei 50% der Feten mit Trisomie 18 und bei ca. 30% der Feten mit Trisomie 13 kann dieses im ersten Trimenon sonographisch nicht dargestellt werden.

Beurteilt wird auch der  Ductus venosus, eine fetale Gefäßverbindung zwischen der Nabelschnurvene und der unteren Hohlvene. Seine Blutflussmessung erlaubt die Abschätzung der fetalen Herzfunktion. Auffällige Flussmuster sind häufiger  mit Chromosomenstörungen und Herzfehlern assoziiert, können zu diesem Zeitpunkt aber auch bei 3-4% aller gesunden Feten vorkommen.

Ergänzend kann die Trikuspidalklappe (Herzklappe zwischen rechtem Vorhof und rechter Herzkammer) untersucht werden. Der Nachweis einer Trikuspidalregurgitation, also einer Undichtigkeit der Trikuspidalklappe, ist wiederum mit einem erhöhten Risiko für Chromosomenstörungen und Herzfehlern verbunden, kann aber auch eine vorübergehende Normvariante darstellen.

Fet mit markiertem normalen Nasenbein und normaler NTFet ohne darstellbares Nasenbein (Pfeil) und mit verdickter NTNormales Blutflussmuster im Ductus venosus

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