13.05.2016 - Gemeinsam stark für Krebs-Patienten
Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) kooperiert künftig im Rahmen der Versorgung von
Krebspatienten mit den GFO Kliniken Troisdorf. 




Der über Jahre gewachsenen Kooperation im Bereich der Lehre und Ausbildung von Nachwuchsmedizinern folgt nun die gemeinsame Zusammenarbeit im Bereich der Behandlung und Forschung. Ziel ist ein kooperatives Netzwerk über alle Bereiche hinweg, welches langfristig den Patienten zu Gute kommt.

Die Diagnose „Krebs“ reißt Betroffenen und Angehörigen oft den Boden unter den Füßen weg. Dann ist es wichtig, dass ein breites Netzwerk an Fachärzten unterschiedlichster Fachdisziplinen und unabhängig von Ihrem Arbeitgeber Erkrankte auffängt und ein ständiger Austausch sichergestellt ist. Neueste Erkenntnisse können so allen Patienten in den Regionen Bonn, Rhein-Sieg und Köln zugänglich gemacht werden. Dies ist das Ziel der Zusammenarbeit vom CIO mit Krankenhäusern in der Bonner Region.

Zur Vertragsunterschrift trafen sich nun die Vertreter des UKB und des CIOs aus Bonn mit einem weiteren Kooperationspartner, den GFO Kliniken Troisdorf. „Die Zusammenarbeit unseres national und international anerkannten Krebszentrums CIO Köln-Bonn mit Kliniken in der Region ist uns sehr wichtig, und diese Form der Kooperation zum Wohle der krebskranken Patienten bieten wir allen entsprechend qualifizierten Kliniken der Region an“, sagt der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des UKB, Prof. Wolfgang Holzgreve.

Im Rahmen des Bonner CIOs sind 44 Abteilungen und Institute des UKB an der Versorgung von etwa 13.000 onkologischen Patienten – davon etwa 2.000 Neuerkrankungen – pro Jahr beteiligt. Dank intensiver Erforschung von Krebs-Erkrankungen kann die moderne Medizin heutzutage für die Betroffenen viel leisten. Doch ist deren Behandlung auch aufgrund neuester Diagnose- und Therapieverfahren sehr vielschichtig und erfordert eine enge Zusammenarbeit über alle Fachgrenzen hinaus. Eine umfassende und kompetente Versorgung von Krebspatienten wurde dem CIO Bonn von der Deutschen Krebsgesellschaft bestätigt, die das Universitätsklinikum Bonn erst kürzlich als Onkologisches Zentrum auszeichnete.

„Wir wollen, dass unsere Patienten und deren Angehörige durch alle Phasen ihrer Erkrankung nicht nur kompetent behandelt, sondern auch menschlich begleitet und ganzheitlich betreut werden. Hier haben sich Gesundheitsversorger zusammen gefunden, die bereits als alleinstehende Einheit eine ausgewiesene und durch die Deutsche Krebsgesellschaft bescheinigte klinische Expertise vorweisen können“, sagt Prof. Ingo Schmidt-Wolf, Direktor des CIOs am Universitätsklinikum Bonn. An beiden Häusern werden die sogenannten „interdisziplinären Tumorboards“ durchgeführt. In diesen Besprechungen wird jeder Krebspatient besprochen. Hier nehmen alle Ärzte, Pflegefachkräfte und weiteres Klinikpersonal – wie Psychologen und Ernährungsberater – teil, die an der Versorgung des einen Patienten beteiligt sind, um das weitere Vorgehen unter Rücksichtnahme aller Meinungen abzusprechen.

Um zu überprüfen, ob die Kooperation auch einen Mehrwert im Sinne der Patienten erfüllt, werden sich die beiden Einrichtungen regelmäßig austauschen, dies überprüfen und mögliche Verbesserungsmaßnahmen abstimmen. Die Zusammenarbeit wird sich auf die Lehre bzw. Ausbildung von Nachwuchskräften, die Fortbildung von Ärzten, die Diagnostik, die klinische Versorgung, die Betreuung von Patienten nach der eigentlichen Therapie und die Erforschung der Krankheit konzentrieren. Somit wird das gesamte Feld der Onkologie für die Region gestärkt.

Kontakt:
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Holzgreve, MBA
Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender
Telefon: 0228/287-10901
E-Mail: wolfgang.holzgreve@ukb.uni-bonn.de

Prof. Dr. Ingo Schmidt-Wolf
Direktor des Centrums für Integrierte Onkologie am Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-17050
E-Mail: ingo.schmidt-wolf@ukb.uni-bonn.de