Projekt Zukunft: Integrationsinitiative 2016 am Universitätsklinikum Bonn
In Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat das Universitätsklinikum Bonn (UKB) die Integrationsinitiative 2016 ins Leben gerufen.


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Über Praktika in unterschiedlichen Bereichen des Klinikums soll bis zu 45 Flüchtlingen der Einstieg in das Berufsleben ermöglicht werden. Start der Initiative ist der 15. Juli 2016.


Bonn, 14.07.2016. Seit dem vergangenen Jahr ist die Anzahl von Flüchtlingen in der Region sprunghaft angestiegen. Dabei handelt sich überwiegend um arbeitswillige junge Menschen, meistens ohne deutsche Sprachkenntnisse. Die Integration von Menschen, die in ihrer Heimat langfristig keine Perspektive haben, sondern Deutschland zu ihrer Wahlheimat machen möchten, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Daran möchte sich auch das Universitätsklinikum Bonn als einer der größten Arbeitgeber der Region beteiligen.

Das Ziel der Initiative ist es, Menschen schnell und ohne bürokratische Hindernisse in eine qualifizierende Maßnahme zu bringen, die ihnen eine zukunftsfähige Perspektive und den Start in ein aktives Arbeitsleben ermöglicht. Dazu haben das UKB, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie die Arbeitsagentur Bonn ein Konzept mit Praktikumsangeboten entwickelt, die in unterschiedlichste Ausbildungswege oder in eine Berufstätigkeit münden können. Das Besondere an dem Konzept ist, dass die Betriebsintegration parallel durch am Klinikum angebotene Deutschkurse begleitet wird. Darüber hinaus begleiten wir die Integrationswilligen durch sozialpädagogische Betreuung. Partner sind die Primus Rheinland GmbH Euroschulen, finanziert durch den Europäischen Sozialfond (ESF-BAMF).

Die Integrationsinitiative nutzt auch dem UKB und der Wirtschaftsregion, denn in den Bonner Unternehmen und Krankenhäuser werden zunehmend qualifizierte Fachkräfte in allen Gesundheitsfachberufen, in technischen Berufen und im kaufmännischen Bereich sowie im Handwerk gesucht. Bisher wurde bereits auf das europäische Ausland zurückgegriffen, um den massiven Bedarf zu decken. „Das Konzept zielt sowohl auf die Verbesserung der Integrationsmöglichkeiten der Flüchtlinge ab, als auch auf die Verbesserung des Bewerberpools für die vielen Ausbildungsberufe am UKB“, erläutert Alexander Pröbstl, Vorstand für Pflege und Patientenservice am UKB. „Wir können den Teilnehmer*innen daher eine echte Perspektive in einem Berufsfeld im Dienstleistungsbereich, im Handwerk oder im Gesundheitswesen zu bieten.“

Die Integrationsinitiative gliedert sich in drei Stufen: Am Anfang steht ein dreimonatiges Praktikum zur Berufsorientierung mit Sprachunterricht. Abhängig vom Sprachniveau schließen sich ggf. weitere berufsvorbereitende Maßnahmen an wie etwa ein Freiwilliges Soziales Jahr oder der Bundesfreiwilligendienst. Wurde das angestrebte Sprachniveau bereits erreicht, können sich die Teilnehmer regulär für einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz bewerben.

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Kontakt:
Alexander Pröbstl
Vorstand Pflege und Patientenservice
Telefon: 0228/287-16114
E-Mail: alexander.proebstl@ukb.uni-bonn.de