„Ersatzteillager Mensch?“
Medizin und Theologie im Dialog auf dem Venusberg




Unter dem Motto „Ersatzteillager Mensch?“ laden die Katholische und Evangelische Klinikseelsorge des Universitätsklinikums Bonn sowie die beiden Bildungswerke der großen Kirchen in Bonn zu einer öffentlichen Diskussion über Organspende und die Auswirkungen auf das Menschenbild ein. Die kostenlose Veranstaltung findet am Donnerstag, 26. März, von 19.30 bis 22 Uhr im Hörsaal des neuen Seminargebäudes, Sigmund-Freud-Str. 25, statt. Das neue Seminargebäude liegt zwischen der Universitätsklinik für Dermatologie und dem neuen Parkhaus Nord.


Beim Thema Organspende denken Menschen in der Regel zuerst an Schwerkranke, die ohne ein Spenderorgan keine Überlebenschance haben. Aber welche Auswirkungen hat die Praxis der Organtransplantation in unseren Köpfen? Fördert sie ein Anspruchsdenken? Verdrängt sie den Blick für die Situation der Organspender und die Nöte von deren Angehörigen? Verstärkt sie das Verständnis der Medizin als Reparaturbetrieb? Zerlegt sie den Menschen in seine Einzelteile?

Um Antworten auf diese brisanten Fragen zu finden, diskutieren auf dem Podium Dr. Ulrike Wirges von der Deutschen Stiftung Organtransplantation, Professor Dr. Hartmut Kreß, Professor für Sozialethik an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Bonner Universität sowie Horst Urmersbach, selbst Organempfänger. Der katholische Klinikseelsorger Walter Koll vom Bonner Universitätsklinikum gibt die Einführung. Es moderiert Dr. Josef Herberg, Leiter des Katholischen Bildungswerks Bonn.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Dialogversuche: Medizin & Theologie im Gespräch“ am Universitätsklinikum Bonn. Sie wird gefördert von der Stiftung Krankenhausseelsorge des Evangelischen Kirchenkreises Bonn.

Kontakt für die Medien:
Pfarrer Andreas Bieneck
Evangelische Klinikseelsorge des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-11026
E-Mail: andreas.bieneck@ukb.uni-bonn.de