Abdominoplastik (Bauchdeckenstraffung)


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Eine schlanke Körpersilhouette, ein schöner, straffer Bauch und eine wohlgeformte Taille sind für unser Körperempfinden wichtig und tragen zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Neben der individuellen Einschätzung stehen wir natürlich heute auch zunehmend unter Einfluss der Medien. Dies gilt nicht mehr nur für Frauen sondern auch in zunehmendem Maße für Männer.

Mehrere Faktoren können die Form der Körpermitte negativ beeinflussen. Diese sind:

    • Alter
    • Schwangerschaften
    • mäßigstarke bis starke Gewichtsreduktion
Mit zunehmendem Alter kommt es zu einem Nachlassen der Elastizität der Haut und des Bindegewebes. Die Festigkeit der Muskulatur hängt vom individuellen Trainingszustand ab, kann aber bei erschlaffter Muskulatur auch zu einer deutlichen Verschlimmerung der Bauchform führen. Insgesamt kommt es zu einer Erschlaffung der Bauchdecke mit verstärkter Faltenbildung.

Bei Schwangerschaften kommt es zu einer deutlichen Überdehnung der gesamten Bauchdecke. Normalerweise bildet sich diese Überdehnung wieder mehr oder minder vollständig zurück. In einigen Fällen kann aber auch eine dauerhafte Erschlaffung zurückbleiben. Zusätzlich kommen auch häufig Dehnungsstreifen, so genannte Schwangerschaftsstreifen vor. Diese werden von den Patientinnen als äußerst unschön und störend empfunden.




Dauer2 -3 Stunde
NarkoseVollnarkose
Drainagen 2 sehr weiche Drainagen für 1 Tag
Hautfäden selbstauflösend
Stationärer Aufenthalt 2 -3 Übernachtungen
Postoperativ Bauchbinde / Kompressionsmieder für 4-6 Wochen
Andauernder Effekt 8 - 10 Jahre
Erholungsphasebis zu 4 Wochen, arbeitsfähig nach 2 - 3 Wochen (wichtig: eine Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung darf bei kosmetischen Eingriffen nicht ausgestellt werden.)
Keine schweren körperlichen Aktivitäten, schweres Heben oder Sport für 4 Wochen
Physische Kontakte nach 3 - 4 Wochen
Schwellung3-6 Monate;
Narbenverblassen nach 6-18 Monaten
Nach Gewichtsreduktionen bleibt oftmals eine mehr oder minder stark erschlaffte Bauchdecke zurück. Zudem kann es auch im Rahmen des Übergewichts zu Dehnungsstreifen gekommen sein. Grundsätzlich sollte eine Bauchdeckenstrafung erst durchgeführt werden, wenn das Zielgewicht erreicht ist. Nur in Ausnahmefällen, wenn z.B. eine ausgeprägte Fettschürze vorliegt, kann der Eingriff auch zu einem früheren Zeitpunkt vorgenommen werden.

Alle oben genannten Veränderungen lassen sich durch Kosmetika, Massage oder Training nicht oder allenfalls minimal beeinflussen. In aller Regel enden derartige Versuche erfolglos und lassen frustrierte Patientinnen und Patienten zurück.

Mit der Bauchdeckenstraffung steht ein Verfahren zur Verfügung, mit welchem die als unschön empfundene Bauchregion verbessert werden kann. Bei dieser Operation kann in einer Sitzung überschüssige Haut und überschüssiges Fettgewebe entfernt und die tiefer liegenden Muskel- und Bindegewebsschichten gestrafft werden. Abschließend wird dann auch die Haut gestrafft. Falls notwendig, kann das Verfahren noch mit einer Fettabsaugung (Liposuction) vor allem für die seitlichen Anteile der Bauchdecke kombiniert werden. Es gelingt damit, einen straffen, flachen Bauch zu formen. Das Endergebnis hängt natürlich vom individuellen Zustand der Haut des Unterhaut-Bindegewebes und der Muskulatur ab.

Bei der Bauchdeckenstraffung erfolgt ein querer Schnitt am Unterbauch. Die individuelle Schnittführung kann je nach Technik leicht unterschiedlich verlaufen.

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American Society of Plastic Surgeons, 2008
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