Füreinander da sein und Zeit schenken
Universitätsklinikum sucht ehrenamtliche Mitarbeiter




Am Universitätsklinikum Bonn helfen Grüne Damen und Herren den Patienten und deren Angehörigen durch menschliche Zuwendung. Die Gruppen im Zentrum für Nervenheilkunde, der Augenklinik und der Blutspende suchen jetzt Nachwuchs. Eine Informationsveranstaltung für alle Interessierten findet am 12. Mai um 18 Uhr im Institut für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin auf dem Klinikgelände Venusberg, Sigmund-Freud-Straße 25, statt.


Es klopft an der Tür: In ihrem grünen Kittel tritt Christine Eichner in das Patientenzimmer. „Wie fühlen Sie sich heute? Kann ich etwas für Sie tun?“, fragt die Grüne Dame lächelnd. Beim Dienst auf der Station erfüllen die ehrenamtlichen Helfer kleine Alltagswünsche der Patienten: die Familie anrufen, Bonbons und Zeitungen am Kiosk kaufen, oder auch einfach zuhören und reden. „Wir gehören nicht zur Familie oder zum Klinikpersonal – wir sind neutral“, fasst Susanne Brandes, Gruppenleiterin in der Neurochirurgie, Epileptologie und Neurologie, zusammen. Ziel sei es, die Patienten ein wenig von ihrer Krankheit und ihren Sorgen abzulenken und so Kraft zu geben.

Grüne Dame zu werden, war für sie eine Bauchentscheidung: „Als frischgebackene Rentnerin wollte ich mein Leben neu ordnen und etwas Sinnvolles machen.“ Christine Eichner und Susanne Brandes sind gerne bei den Patienten und schenken ihnen ein wenig ihrer Zeit. „Hier fühlen wir uns fast wie zu Hause.“

Die Tasse Kaffee in der Hand als Brücke

Spender im Blutspendezentrum sollen sich wohl fühlen. „Wir unterstützen sie durch alles, was freundschaftlich und menschlich ist“, erklärt Helga Hardt. Sie kümmert sich um die Spender vor und nach der Blutentnahme. Vorher sollen sich die Spender wohl und entspannt fühlen. Danach verteilt die grüne Dame Päckchen mit Müsliriegeln oder Brötchen und bietet Kaffee oder Tee an. „Über ein Dankeschön freue ich mich – ein Zeichen dafür, dass ich jemandem geholfen habe. Dies gibt dem Leben seinen Sinn.“

Auch hier sind die ehrenamtlichen Helfer eine Bereicherung: „Die Spender finden es toll, eine Ansprechperson zu haben, die beispielsweise beim Ausfüllen der Formulare hilft, oder sich um die Kinder kümmert, während die Eltern Blut spenden“, sagt Professor Dr. Johannes Oldenburg, Direktor des Bonner Universitätsinstituts für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin.

Derzeit sind über 130 ehrenamtliche Helfer am Bonner Universitätsklinikum im Einsatz – davon 85 Mitarbeiter der Evangelischen und Ökumenischen Krankenhaus-Hilfe, kurz EKH genannt. Jetzt suchen die Grünen Damen und Herren wieder Verstärkung. „Interessierte, die für andere Menschen da sein möchten und ihnen ihre Zeit schenken wollen, sind herzlich willkommen“, sagt die EKH-Landesbeauftragte Henriette von Jagow.

Mehr Infos über die Evangelische und Ökumenische Krankenhaus- und Altenheim-Hilfe EKH e.V. gibt es im Internet unter www.ekh-deutschland.de.

Die Bilder zu dieser Pressemitteilung gibt’s im Internet unter http://www3.uni-bonn.de/Pressemitteilungen/105-2010.