Zollheidja will unbeschwert leben!
Spendenaufruf für ein herzkrankes Mädchen aus Afghanistan




Zollheidja Said Moshtaba braucht dringend Hilfe. Sie leidet unter schweren Herz-Rhythmus-Störungen und ihre Belastbarkeit wird zunehmend schlechter. Seit ihrer Geburt hat das 15-jährige Mädchen aus Afghanistan einen Herzfehler - die Klappe an der rechten Herzkammer funktioniert nicht einwandfrei und muss deshalb bald ersetzt werden. Aber ein derartiger Eingriff am Herzen ist in ihrer Heimat nicht möglich. So möchte Professor Dr. Johannes Breuer, Direktor der Kinderkardiologie im Universitätsklinikum Bonn, die Operation in Kürze hier vornehmen lassen. Doch die Behandlungskosten von 23.000 Euro können die Familie und der Verein für Afghanistanförderung in Bonn (VAF) nicht alleine aufbringen. Darum bitten der Verein und die Bonner Universitäts-Kinderklinik die Bevölkerung um Spenden.


„Die Herz-Rhythmus-Störungen sind Zeitbomben, die lebensbedrohlich werden können, wenn nicht bald etwas unternommen wird“, beschreibt der Direktor der Kinderkardiologie die derzeitige Situation der 15-jährigen Zollheidja aus Parwan, einem Ort, der 70 Kilometer nördlich von Kabul liegt.

Zollheidja, die in Afghanistan in die 8. Klasse der Mittelschule geht, braucht einen Klappenersatz an der rechten Herzkammer. Die vier menschlichen Herzklappen – eine an der Lungenschlagader sowie eine an der Körperschlagader und jeweils eine zwischen linker Kammer und linkem Vorhof und das gleiche auf der rechten Hälfte - wirken im Herz als Ventile und verhindern den Rückstrom des Blutes. Das „Auslassventil“ zwischen der rechten Herzkammer und der Lungenstrombahn, die so genannte Pulmonalklappe, ist bei Zollheidja von Geburt an beschädigt.

Bereits vor neun Jahren wurde der Herzfehler von Zollheidja korrigiert. Nun ist bei einer Nachuntersuchung festgestellt worden, dass inzwischen diese Herzklappe sehr undicht ist. In Folge dessen hat sich die rechte Herzkammer vergrößert, was starke Herz-Rhythmus-Störungen und schwindende Belastbarkeit hervorgerufen hat. Deshalb muss bei der anstehenden Operation mit Herz-Lungen-Maschine die undichte Herzklappe ersetzt werden. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wird eine künstliche Herzklappe eingesetzt oder eine menschliche Klappe transplantiert. „Beim Einsatz einer künstlichen Klappe muss der Patient sein Leben lang ein Blutgerinnungsmittel einnehmen. Bei einem jungen Mädchen wie Zollheidja, die vielleicht einmal Kinder bekommen möchte, haben wir uns für die zweite Variante entschieden, da solche Blutgerinnungsmittel zu Schwierigkeiten in der Schwangerschaft führen können: Blutungen und Fehlbildungen bei dem Neugeborenen - dieses Risiko wäre zu groß“, sagt der erfahrene Kinderkardiologe.

„Nach der Operation ist mit einer guten körperlichen Belastbarkeit und einer unbeeinträchtigten Lebensführung zu rechnen“, sagt Breuer. Die neu eingesetzte Herzklappe werde circa 10 bis 15 Jahren halten.

Wer Zollheidja aus Afghanistan helfen möchte, kann eine Spende auf folgendes Konto überweisen:

Kontoinhaber: Universitätsklinikum Bonn
Kreditinstitut: Sparkasse KölnBonn
Bankleitzahl: 370 501 98
Kontonummer: 10 650 661
Verwendungszweck: G-022.0022 (bitte unbedingt angeben)

Spender, die eine Spendenbescheinigung wünschen, können sich an Professor Dr. Johannes Breuer, Direktor der Abteilung für Kinderkardiologie am Zentrum für Kinderheilkunde des Universitätsklinikums Bonn, unter Telefon: 0228/287-33350 oder E-Mail: johannes.breuer@ukb.uni-bonn.de wenden.


Das Bild zu dieser Pressemitteilung gibt’s im Internet unter http://www.uni-bonn.de >> Aktuelles >> Presseinformationen.

Kontakt für die Medien:
Professor Dr. Johannes Breuer
Direktor der Abteilung für Kinderkardiologie
Zentrum für Kinderheilkunde des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-33350
E-Mail: johannes.breuer@ukb.uni-bonn.de