Stoßwellen zerstören schmerzende Steine
Urologische Uniklinik bietet mit neuester Technik besonders schmerzarme Therapie an




Die Urologische Klinik des Universitätsklinikums Bonn bietet neueste Technik zur Zerstörung von Harn- und Nierensteinen an. Damit ist es möglich, Patienten weniger schmerzhaft von den gefährlichen Steinen zu befreien. Am Samstag, 12. Juni, wird der neue Steinzerstörer, ein so genannter Lithotripter, am Tag der offenen Tür vorgestellt. Dazu öffnet die Bonner Universitätsklinik für Urologie, Sigmund-Freud-Straße 25, ab 12 Uhr für Patienten und Interessierte ihre Türen. Zudem gibt es ab 9 Uhr ein Symposium für Ärzte.


Nierensteine verstopfen nicht nur die ableitenden Harnwege, sondern gehen nicht selten mit großen Schmerzen einher. Die so genannte Extrakorporale Stoßwellenlithotrypsie ist eine der gängigen Methoden, um die schmerzhaften Steine zu entfernen. Durch gebündelte Schallwellen, die genau auf die betreffenden Stellen gerichtet werden, zerfallen große Nierensteine in kleine Teile und können so auf natürlichem Wege den Körper verlassen.

In der Urologischen Klinik des Universitätsklinikums Bonn ist diese Therapie für den Patienten künftig noch komfortabler: „Unser neues Gerät bietet eine höhere Steinzerstörungsrate bei deutlich weniger Schmerzen“, sagt Oberarzt Dr. Stefan Hauser. Der neue Lithotrypter fokussiert die Steine sehr genau. „Dabei gibt er sehr hohe Energie auf kleinsten Raum ab“, ergänzt Hauser. Dieses schone die Niere und das umliegende Gewebe und sei für Patienten wesentlich angenehmer. Zudem ortet das neue Gerät mit einem harmlosen Ultraschallsystem die Steine präzise. Die im Ultraschall nicht darstellbaren Steine ortet ein Röntgengerät. Gleichzeitig bietet der Steinzerstörer einen vollwertigen Endoskopie-Arbeitsplatz. Hier können entsprechende Eingriffe die Stoßwellenbehandlung ergänzen. Das 520.000 Euro teure Gerät gehört laut Hauser zu den neuesten seiner Generation und erzielt sehr gute Ergebnisse.

Rund um Steine & Co.

Mit Nieren- und Harnsteinen ist nicht zu spaßen, weiß Hauser: „Verstopfen sie beispielsweise die ableitenden Harnwege, kann es nicht nur zu krampfhaften Schmerzen, sondern auch zum Harnstau kommen, der die betreffende Niere schwer schädigen kann. Die Folgen reichen von einer Nierenbeckenentzündung bis hin zur Urämie, also der Vergiftung durch Stoffe im Blut, die zwingend mit dem Urin ausgeschieden werden müssen“.

Neben Vorträgen über Nieren- und Harnsteine behandelt der Tag der offenen Tür Themen wie die moderne Lasertherapie der Prostata, Prostatakrebs, Männermedizin, das Tabuthema Inkontinenz und Schlüssellocheingriffe sowie Hodenhochstand und Urotherapie bei Kindern. Zudem bekommen die Besucher an vielen interaktiven Stationen Einblick in die Arbeit eines Urologen.

Hinweis für die Medien:

Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, sich im Rahmen der Veranstaltung selbst ein Bild von dem neuen Steinzerstörer zu machen. Die Oberärzte Dr. Stefan Hauser und Dr. Sebastian Rogenhofer stehen am Samstag, 12. Juni, um 11:30 Uhr in der Sigmund-Freud-Straße 25, in der Ambulanz der Urologischen Klinik gerne für Fragen zur Verfügung.

Kontakt für die Medien:
Oberarzt Dr. Stefan Hauser
Klinik und Poliklinik für Urologie des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-15109 (Pforte)
E-Mail: stefan.hauser@uni-bonn.de