Abteilung für Frauenheilkunde und Gynäkologische Onkologie


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Prof. Dr. Walther Kuhn
Geschäftsführender Direktor

Sehr geehrte Patientin,
sehr geehrte Leser dieser Website,

das Internet stellt mit einer Vielzahl von Websites und Gesundheitsforen mittlerweile eine wesentliche Informationsquelle für Patientinnen und Patienten dar. Immer häufiger treffen wir auf Patientinnen, die ganz konkrete Fragen zu einem Krankheitsbild stellen und sich bereits ein erhebliches Vorwissen angeeignet haben. Diese Informationen aus dem Internet sind wichtig, können allerdings das persönliche Gespräch zwischen Arzt und Patientin nicht ersetzen, nicht selten gibt es Missverständnisse oder unberechtigte Ängste. Insbesondere Krebserkrankungen erfordern durch die unterschiedliche Ausprägung und die Vielzahl von Therapiemöglichkeiten eine individuelle Aufklärung.

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen über die Schwerpunkte der Abteilung für Frauenheilkunde und Gynäkologische Onkologie der Universitäts-Frauenklinik Bonn. Hierbei wird bewusst auf eine detaillierte Krankheitsbeschreibung verzichtet, vielmehr sollen praktische Hinweise für ratsuchende Patientinnen gegeben werden.

Darüber hinaus sollen die Kolleginnen und Kollegen, die uns ihre Patientinnen zur Mitbehandlung überweisen, ein Forum finden, in dem nähere Informationen zu Behandlungskonzepten und Therapiestrategien (beispielsweise Studienprotokolle) einfach zugänglich sind.
Weiterhin ist es uns ein Anliegen, den Studentinnen und Studenten Informationen über den Lehrplan, das Ausbildungskonzept sowie über Arbeitsmöglichkeiten innerhalb der Universitäts-Frauenklinik Bonn zu geben (u.a. Blockpraktikum, Praktisches Jahr, Famulatur, Facharztausbildung).

Ein Schwerpunkt unserer Klinik ist die konservative und operative Behandlung entzündlicher oder benigner Tumorerkrankungen, hierbei hat die minimal invasive Chirurgie mit Laparoskopie und Hysteroskopie (Bauchspiegelung und Gebärmutterspiegelung), insbesondere bei der Behandlung von Myomen oder Eierstockszysten, den offenen Zugangsweg über die Laparotomie (Bauchschnitt) weitgehend ersetzt.

Die Urogynäkologie mit konservativer und operativer Behandlung der Harninkontinenz und des genitalen Descensus (Senkungszustände von Scheide, Blase und Gebärmutter) stellen einen weiteren Schwerpunkt dar, hier setzen sich ebenfalls zunehmend gewebeschonende Operationsverfahren (Bandeinlage durch TOT oder TVT) durch.

Die Früherkennung, die operative und konservative Behandlung sowie die Nachsorge von Patientinnen mit bösartigen Brusterkrankungen sowie bösartigen gynäkologischen Tumoren (Eierstock, Gebärmutter, Eileiter, äußeres Genitale) gehören zu unseren weiteren Schwerpunkten, die große und weiter zunehmende Zahl der Patientinnen mit diesen Erkrankungen ist u.a. dadurch zu erklären, dass über 40 % aller Krebserkrankungen der Frau den gynäko-onkologischen Fachbereich betreffen.

Um Diagnostik und Therapie gynäkologischer Tumorpatientinnen auf höchstem Niveau betreiben zu können wurde von uns, gemeinsam mit den Nachbardisziplinen, das durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifizierte Brustzentrum sowie das ebenfalls zertifizierte gynäkologische Krebszentrum aufgebaut, aufgrund dieser Struktur ist es uns möglich, jährlich viele tausende Patientengespräche und Behandlungen durchzuführen.

Das Universitätsklinikum Bonn ist seit 2007 zusammen mit dem Universitätsklinikum Köln als Zentrum für integrierte Onkologie (CIO) ein von der Deutschen Krebshilfe gefördertes Comprehensive Cancer Center (CCC). Das CIO gehört zu den deutschlandweit vier onkologischen Spitzenzentren, die sowohl in der Patientenversorgung als auch in der klinischen, patientenorientierten und Grundlagenforschung Spitzenleistungen anstreben.

Die Universitäts-Frauenklinik Bonn ist Mitglied des CIO, wir sind sehr zuversichtlich, dass durch diese Kooperation zum Wohle unserer gynäko-onkologischen Patientinnen weitere Verbesserungen in Diagnostik und Therapie erreicht werden.

Wir hoffen, Ihnen auf den folgenden Seiten nützliche Informationen und möglicherweise Antworten auf Ihre Fragen geben zu können. Da wir die Website an den Bedürfnissen ihrer Benutzer ausrichten wollen, sind wir auf Ihre Kritik und Ihre Anregung angewiesen und dürfen Sie herzlich bitten, diese per E-Mail an uns zu richten.

Univ.- Prof. Dr. W. Kuhn