Ausschuss „Hochschulmedizin“ der deutschen Kultusministerkonferenz tagt am Universitätsklinikum Bonn
Vertreter der Bundesländer hielten ihre Tagung zu rechtlichen, finanziellen und personalrechtlichen Fragen der Hochschulmedizin in der Uni-Klinik auf dem Venusberg ab.




Der Unterausschuss Hochschulmedizin der Kultusministerkonferenz trifft sich mehrmals jährlich zu Arbeitssitzungen. Diese werden an wechselnden Standorten abgehalten, um sich bei dieser Gelegenheit auch an Ort und Stelle einen persönlichen Eindruck über die Situation der Universitätskliniken zu verschaffen. Unter den mehr als 30 Standorten in Deutschland fiel die Wahl dieses Mal auf Bonn.

„Ich freue mich sehr, dass wir so hochrangige Vertreter der Hochschulpolitik als Gäste bei uns begrüßen dürfen und schätzen das damit verbundene Interesse an unserem Klinikum“, sagt Prof. Dr. Dr. Wolfgang Holzgreve, der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Bonn. Er und seine Vorstandskollegen Prof. Dr. Max P. Baur, Dekan der Medizinischen Fakultät, und Dr. Hans-Jürgen Hackenberg, Kaufmännischer Direktor der Uni-Klinik, stellten der Delegation das Klinikum vor. Dabei wurden die besonderen Probleme der Hochleistungsmedizin und die daraus resultierenden Finanzierungsprobleme erörtert, aber auch innovative Ansätze der Bonner Uni-Klinik zum wirtschaftlichen Betrieb eines Krankenhauses der Maximalversorgung vorgestellt.

Im Anschluss an die Tagung lud Prof. Dr. Dr. Holzgreve die Gäste zu einer Besichtigung des Beethovenhauses mit Konzert auf einem historischen Flügel und einem anschließenden Essen im Traditionslokal „Stiefel“ ein. „So haben wir bei unserem Besuch nicht nur viel über das Universitätsklinikum Bonn erfahren, sondern auch etwas Bonner Geschichte atmen dürfen“, sagt Hartmut Schrade, Vorsitzender des Ausschusses und als Ministerialrat in Baden-Württemberg mit Prof. Holzgreve aus dessen Zeit in Freiburg verbunden.

Universitätsklinika sind einerseits Einrichtungen von Forschung und Lehre und nehmen andererseits als Krankenhäuser der Maximalversorgung eine Versorgungsaufgabe wahr. Der Unterausschuss Hochschulmedizin, dem die Klinik- und Medizinreferenten der Bundesländer angehören, übernimmt im Vorfeld anstehender Gesetzgebungsverfahren oder in Umsetzung von EU-Richtlinien die fachliche Abstimmung zwischen den Ländern. Zu den Themen, mit denen sich die Kultusministerkonferenz in diesem Bereich insbesondere befasst, gehört unter anderem das Entgelt- und Vergütungssystem für den Krankenhausbereich, welches zur Zeit unter Druck steht unter anderem wegen steigender Energiekosten, Tariferhöhungen, stark wachsenden Versicherungsprämien etc. bei „gedeckelten“ Einnahmen von den Krankenkassen.

Die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kurzform: Kultusministerkonferenz) ist ein Zusammenschluss der für Bildungspolitik, Hochschul- und Forschungspolitik sowie Kulturpolitik zuständigen Minister bzw. Senatoren der Länder. Die Kultusministerkonferenz wurde im Jahre 1948, also noch vor der Konstituierung der Bundesrepublik Deutschland, gegründet.

Kontakt:
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Holzgreve, MBA
Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-13568
E-Mail: wolfgang.holzgreve@ukb.uni-bonn.de

Bilder:
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Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Bonn (3. von links) und Hartmut Schrade, Vorsitzender des Ausschusses aus Baden-Württemberg (5. von links) zusammen mit einigen der Medizin-Referenten der Kultusministerkonferenz.
© Johann Saba/ Medienzentrum UKB