Universitätsklinik sucht Probanden
Vorstudie einer bundesweiten Gesundheitsstudie soll die Früherkennung von Volkskrankheiten verbessern




Die psychiatrische Klinik des Universitätsklinikums Bonn sucht Teilnehmer für eine Pilotstudie. Die Studie dient der Vorbereitung eines deutschlandweiten Forschungsprogramms der Nationalen Kohorte, das die Ursachen und Risikofaktoren von Volkskrankheiten aufklären soll. Wer teilnimmt erhält eine Aufwandsentschädigung von 30 Euro.


An der Studie teilnehmen können alle Personen im Alter zwischen 20 und 79 Jahren, die über gute Deutschkenntnisse und ein ausreichendes Seh- und Hörvermögen verfügen. Es gibt keine besonderen Gesundheitsrisiken oder Belastungen.

Die Tests dauern etwa drei Stunden. In einem Interview befragen die Psychologen die Probanden zunächst nach ihrem gesundheitlichen Befinden und akuten oder chronischen Erkrankungen. Zudem füllen die Probanden Fragebögen zu ihrer aktuellen Stimmungslage aus. Anschließend bearbeiten sie verschiedene Aufgaben, die ihre Merkfähigkeit und Aufmerksamkeit erfassen. Am Ende bewerten die Probanden die Fragebögen und Aufgabenstellungen hinsichtlich ihrer Verständlichkeit und Schwierigkeit.

Die Pilotstudie soll klären, welche Testverfahren sich am besten dafür eignen, die geistige Leistungsfähigkeit eines Menschen möglichst schnell und präzise zu messen. Mithilfe der Studienergebnisse wählen die Forscher die besten Testverfahren für die Hauptstudie aus.

Die deutschlandweite Langzeitstudie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Ziel ist es, die Ursachen und Risikofaktoren von häufigen Krankheiten wie Krebs, Diabetes und Demenz besser zu verstehen. Die Ergebnisse können helfen, diese Volkskrankheiten in Zukunft früher zu erkennen und neue Wege einer wirksamen Vorbeugung aufzuzeigen.

Interessierte melden sich bei der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Bonn unter der Telefonnummer 0228 / 287-157 44 oder per E-Mail bei Pilotstudie2011@ukb.uni-bonn.de.

Nähere Informationen zur Studie gibt es auf der Internetseite der Nationalen Kohorte: www.nationale-kohorte.de