Unruhige Beine in der Nacht
Info-Veranstaltung über das „Restless Legs Syndrom“




Am Mittwoch, 8. Juli, veranstaltet die Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Bonn gemeinsam mit der Deutschen Restless Legs Vereinigung eine Informationsveranstaltung über das Phänomen der unruhigen Beine. Im Mittelpunkt stehen Diagnose und Therapie-Möglichkeiten des so genannten „Restless Legs Syndroms“ (RLS). Im Anschluss an den Vortrag sind Betroffene, Angehörige und die interessierte Öffentlichkeit zu einer Diskussions-Runde eingeladen. Die kostenlose Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr und findet im Hörsaal des Lehrgebäudes der Medizinischen Fakultät des Universitätsklinikums, Sigmund-Freud-Straße 25, Parkhaus Nord, statt.


„Etwa fünf Prozent der Bevölkerung sind von dieser neurologischen Erkrankung mit Gefühlsstörungen in den Beinen, und teilweise auch in den Armen, betroffen“, erklärt Professor Dr. Ullrich Wüllner, stellvertretender Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum. Die Ursachen sind bis heute nicht eindeutig geklärt; neueste genetische Untersuchungen deuten aber auf Veränderungen im Eisenstoffwechsel hin. Symptome wie Ziehen, Kribbeln, Reißen, Jucken und Zucken werden von Außenstehenden häufig nicht ernst genommen. Die Beschwerden treten in Ruhestellung, und vorwiegend abends und nachts auf. „Unerträglich wird es für die Betroffenen, wenn ein starker Bewegungsdrang und periodische Zuckungen der Beine hinzukommen“, sagt Professor Wüllner.

Charakteristisch für das RLS ist die sofortige Linderung der Beschwerden durch Muskeltätigkeit, das heißt, durch das Bewegen der betroffenen Gliedmaßen. Die Symptome treten jedoch nach einer kurzfristigen Besserung in der nächsten Ruhephase wieder auf. „Wenn Massagen, kalte Waschungen und Einreiben nicht helfen und der Leidensdruck sehr hoch ist, dann sollte der Betroffene einen Neurologen aufsuchen“, rät Professor Wüllner. „RLS kann heute gut mit Medikamenten behandelt werden. Dadurch finden die Betroffenen wieder Ruhe und Schlaf, und die Lebensqualität verbessert sich.“

Kontakt:
Professor Dr. Ullrich Wüllner
Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287 -15712 oder 15697
E-Mail: ullrich.wuellner@ukb.uni-bonn.de