Durch verstopfte Halsschlagader droht Schlaganfall
Info-Veranstaltung zu Gefäßerkrankungen in der Fußgängerzone




Das Gefäßzentrum des Bonner Universitätsklinikums lädt Interessierte am Samstag, 8. Oktober, zu einer Informationsveranstaltung rund um Gefäßerkrankungen ein. Mitten in der Bonner Fußgängerzone auf dem Bottlerplatz können sich die Besucher von 10 bis 16 Uhr unter anderem über verengte Halsschlagadern, ein Risikofaktor für einen Schlaganfall, informieren. Zudem bieten die Ärzte kostenlose Checkups wie ein Ultraschall der Hals- oder Bauchschlagader und eine Doppleruntersuchung der Beine an. Anlass ist der 7. bundesweite Gefäßtag, initiiert von der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG).


Die Experten des Bonner Universitäts-Gefäßzentrums informieren Passanten über die Verengung der Halsschlagader, das Bauchaorten-Aneurysma - eine krankhafte Aussackung der Bauchschlagader - sowie Durchblutungsstörungen der Beine. Zentrales Thema sind Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten. Die Besucher können den Medizinern Fragen stellen und unter anderem ihre Hals- oder Bauchschlagader mittels Ultraschall untersuchen lassen. Darüber hinaus bieten die Ärzte Doppleruntersuchungen der Beine zum Ausschluss von Durchblutungsstörungen an.

Durch den Checkup der Halsschlagadern lässt sich das Risiko einer Arteriosklerose unter anderem auch der Herzkranzgefäße abschätzen – ein Hinweis sowohl auf das persönliche Herzinfarkt- als auch das Schlaganfallrisiko. Denn etwa ein Viertel aller Schlaganfälle wird durch eine verstopfte Halsschlagader verursacht. Diese Verengung, eine so genannten Stenose, bewirkt, dass das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird. Auch können sich an der Stenose entstandene Blutgerinnsel ablösen und ein Hirngefäß verstopfen. „Warnsignale für einen drohenden Schlaganfall werden häufig kaum wahrgenommen. Daher sind Vorsorge und eine frühzeitige Diagnose einer Stenose der Halsschlagader äußerst wichtig“, betont Gefäßchirurgin Dr. Frauke Verrel, Oberärztin an der Klinik für Chirurgie des Universitätsklinikums Bonn.

Eine weitere tickende Zeitbombe

Grund für eine Stenose ist häufig eine Gefäßverkalkung, eine sogenannte Arteriosklerose - heutzutage eine Volkskrankheit. Wie die beiden Halsschlagsadern können Fett- und Kalkablagerungen auch die Beinarterien verstopfen. Folge sind Durchblutungsstörungen in den Beinen. Eine Sonderform der Arteriosklerose ist das Aneurysma, eine Ausbuchtung eines Blutgefäßes. Am häufigsten ist eine krankhafte Erweiterung der Bauchschlagader. Doch meist bemerkt ein Betroffener das Bauchaorten-Aneurysma erst, wenn dieses plötzlich platzt. Dann besteht die Gefahr, innerlich zu verbluten. Nur ein sofortiger chirurgischer Eingriff kann das Leben noch retten. Auch hier sind eine Vorsorge und eine frühzeitige Diagnose äußerst wichtig.

Hinweis für die Medien:

Vertreter der Medien sind herzlich zu der Informationsveranstaltung auf dem Friedensplatz eingeladen. Für Fragen von Journalisten stehen Oberärztin Verrel und Kollegen zur Verfügung.

Kontakt für die Medien:
Dr. Frauke Verrel
Oberärztin an der Chirurgischen Klinik
Telefon: 0228/287-15916
E-Mail: frauke.verrel@ukb.uni-bonn.de