Probanden für Studie gesucht
Uniklinikum Bonn untersucht, wie erbliche Veranlagungen mit komplexen Entzündungen zusammenhängen


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Entzündungen wie im Rahmen einer Blutvergiftung (Sepsis) können lebensbedrohlich sein, weil sie zum Organversagen führen kann. Die Risiken daran zu erkranken oder die Ansprechbarkeit auf Medikamente hängen von genetischen Faktoren ab. In welchem Ausmaß ist jedoch noch unklar. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Bonn untersuchen in einem aktuellen Projekt, welche erblichen Veranlagungen das Entzündungsrisiko steigern. Für die Studie werden Probanden im Alter von 18 bis 40 Jahren gesucht. Nach einer Blutprobe gibt es ein Frühstück und eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro.


In Deutschland erkranken jährlich rund 150.000 Menschen an einer Sepsis, die zum Versagen eines oder mehrerer lebenswichtiger Organe führen kann. Mehr als ein Drittel der Erkrankten stirbt an den Folgen. Das Risiko sowie die Ansprechbarkeit auf Medikamente hängen auch von der genetischen Veranlagung ab. „Wir möchten besser verstehen, auf welche Gene sich diese Anfälligkeit zum Beispiel für Sepsis zurückführen lassen“, sagt Privatdozent Dr. Johannes Schumacher, Humangenetiker der Universität Bonn, der zusammen mit der Nachwuchsgruppenleiterin Dr. Lina Gölz und dem Kooperationspartner Dr. Marc Hübner die sogenannte expression quantitive trait locus (eQTL) Studie leitet.

In einem Kooperationsprojekt des Exzellenzclusters ImmunoSensation des Universitätsklinikums Bonn erforschen die Institute der Medizinischen Mikrobiologie, Parasitologie und Immunologie, Humangenetik und Kieferorthopädie die immunologischen und genetischen Hintergründe solcher Veranlagungen für komplexe Entzündungsreaktionen. Ziele für die fernere Zukunft sind, Risikopatienten zu erkennen und maßgeschneiderte Therapien zu entwickeln.

Für die Studie suchen die Wissenschaftler junge, gesunde Frauen und Männer im Alter von 18 bis 40 Jahren aus Mitteleuropa. Die Teilnehmer sollen nicht rauchen sowie keine Allergien oder Infektionskrankheiten haben. Darüber hinaus dürfen keine Medikamente eingenommen werden, und keine Impfung sollte in den letzten vier Wochen erfolgt sein. Den Teilnehmern wird eine Blutprobe entnommen, außerdem wird ein Fragebogen erhoben. Nach der Blutprobe im Blutspendedienst des Universitätsklinikums Bonn gibt es ein Frühstück und eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro.

Interessierte können sich unter Tel. 0228-28719155 oder E-Mail spende.kqt@ukb.uni-bonn.de melden.

Weitere Informationen zu eQTL-Studien:
https://www.humangenetics.uni-bonn.de/de/forschung/forschungsprojekte/genregulation


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