Ausbildung


Die Ausbildung zum/zur med. – techn. Laboratoriumsassistenten/innen erfolgt nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 2. August 1993 und der dazu erlassenen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung vom 25. April 1994.


Die Ausbildung beeinhaltet praktischen und theoretischen Unterricht von 3170 Std. Der theoretische Unterricht wird von Fachdozenten /innen der Medizin, Chemie, Biologie und weiterer Fachbereiche erteilt.
Der praktische Unterricht wird von MTLA`s mit entsprechender qualifizierter Weiterbildung vermittelt.
Die Ausbildung erfolgt vormittags und nachmittags, praktisch sowie theoretisch.
Die Lehrgänge dauern 3 Jahre. Sie werden mit einer Prüfung, die einen schriftlichen, praktischen und mündlichen Teil umfasst, vor einem staatlichen Prüfungsausschuß abgeschlossen.
Voraussetzung für die Zulassung zur staatlichen Abschlussprüfung ist die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme am Unterricht.
Ferienzeiten: Im Sommer 4 Wochen, Weihnachten und Ostern jeweils 2 Wochen, im Herbst 1 Woche.
Nach bestandenem Examen erhalten die Absolventen die staatliche Erlaubnis zur Ausübung einer Tätigkeit als MTLA.

Hauptarbeitsgebiete der med. – techn. Laboratoriumsassistenten (MTLA) sind Klinische Chemie, Hämatologie, Mikrobiologie, Immunologie und Histologie.

Klinische Chemie/Molekolarbiologie
In der klinischen Chemie beschäftigt sich die MTLA mit der Untersuchung von Körperflüssigkeiten, vor allem Blut, zur Erkennung, Differenzierung, Verlaufs- und Therapiekontrolle von Krankheiten. Verschiedene Stoffe wie z.B Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Hormone und Stoffwechselendprodukte liegen alle in einer bestimmten Konzentration im Blut vor. Weichen Sie von der Norm ab, gibt dies Hinweise auf Erkrankungen. Die MTLA bestimmt die jeweiligen Konzentrationen in den Körperflüssigkeiten mit Hilfe von verschiedensten Methoden, Techniken und Geräten.
Die Molekularbiologie erfordert höchstes Maß an Präzision und sauberes Arbeiten. Aus Untersuchungsmaterialien wie Blut oder Abstrichen werden spezifische Gensequenzen z.B aus Blutzellen, Bakterien, Viren isoliert, anschließend mittels Polymerase-Ketten-Reaktion vermehrt und mit verschiedenen Methoden detektiert.


Hämatologie
Die Erkennung und Zählung der verschiedenen Blutzellen, die Prüfung ihrer Funktion, die Bestimmung von Blutgruppen, die Untersuchung des Gerinnungssystems und immunologischer Reaktionen des Blutes sind die wichtigsten Aufgaben der Hämatologie.

Mikrobiologie
Hier untersucht die MTLA Probenmaterial auf krankmachende Bakterien.
Solche Mikroorganismen werden auf speziellen Nährböden gezüchtet, biochemisch identifiziert und auf ihre Antibotikaempfindlichkeit geprüft.
In der Mikrobiologie, einem weitgespannten Fachgebiet, geht es um den Nachweis von Viren, Bakterien, Parasiten, und Pilzen.
Mikrobiologische Erkrankungen können aber auch durch die Ermittlung
der Antikörperkonzentration aus dem Serum erfasst werden, oder durch DNS-Nachweis mit molekularbiologischen Methoden.

Histologie / Zytologie
In der Histologie werden Gewebeproben untersucht, die häufig während Operationen entnommen werden. Sie werden fixiert und eingebettet.
Mit einem Mikrotom werden hauchdünne Schnitte, bspw. zur mikroskopischen Tumordiagnostik, erstellt und speziell eingefärbt.
Die Verarbeitung von Ausstrichen aus Zellmaterial zur Zytodiagnostik spielt eine Schlüsselrolle in der Früherkennung bösartiger Tumore.

Neben den oben aufgeführten Hauptfächern findet Unterricht in folgenden Fächern statt::
Chemie/Biochemie, Physik, Mathematik, Biologie/Ökologie, Parasitologie, Hygiene, Krankheitslehre,
Anatomie/Physiologie/Pathophysiologie, Immunologie, Hämostaseologie/Immunhämatologie,
Gerätekunde, Psychologie, Fachenglisch, Statistik, EDV und Dokumentation, Berufs-, Gesetzes-Staatskunde.
Während der Ausbildung finden Leistungskontrollen statt.

Praktische Ausbildung: Sie findet im Umfang von ca. 1230 Std. in den Laboratorien der Kliniken und der entsprechenden Fachinstitute statt.