Präeklampsiescreening



Die Präeklampsie (PE) ist eine Erkrankung, die bei etwa 5 – 7 Prozent aller schwangeren Frauen auftritt. Typische Symptome sind Bluthochdruck und eine erhöhte Ausscheidung von Eiweiß im Urin. Die Erkrankung ist durch eine Störung der Plazentadurchblutung charakterisiert und stellt eine der häufigsten Ursachen für kindliche und mütterliche Komplikationen in der Schwangerschaft dar. Bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel kann eine Risikoberechnung für das Auftreten einer Präeklampsie vorgenommen werden. Neben der Erhebung der Anamnese (z.B. vorangegangene Schwangerschaften, Body Mass Index, familiäre PE Vorgeschichte), der Messung des mütterlichen Blutdrucks und der mütterlichen Blutwerte (PAPP-A, PIGF), wird mittels Dopplerultraschall der Blutfluss in den Gebärmutterarterien gemessen. Gleichzeitig findet eine gezielte Untersuchung des Feten mit Überprüfung der zeitgerechten Schwangerschaftsentwicklung statt. Dieses Verfahren erkennt ca. 90% der Schwangerschaften, bei denen aufgrund der Präeklampsie eine Entbindung vor der 34. Schwangerschaftswoche erfolgen muss. Wird ein erhöhtes Risiko festgestellt, können eine prophylaktische Therapie mit Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin) sowie eine intensivierte Schwangerschaftsüberwachung erfolgen.


Informationsbogen: Präeklempsiescreening (PDF)